20-08-17-CoTaBu-Nichts als Wurstelei und Kampf gegen Chaos – Vandalismus an unserem Badeplätzchen

Seit meinen grandiosen Freitag-Urlaubsauftakt läuft es nicht mehr besonders. Mein „Urlaub“ in der Pension Lutz ist gescheitert, die Stimmung gekippt, ich bin dann gegangen. Michael, in Sorge, hat noch dreimal hier angerufen und stand dann plötzlich in der Wohnung, ich hatte nichts gehört. Immerhin schwimmen (und essen) wir weiter, ersteres bei herbstlichen Anflügen in der Morgenluft. Michael steht unter Druck und ist gleichzeitig gelähmt. So habe ich gestern in seiner Küche etwas gewerkelt, (er nennt den Zustand der Küche und aller möglicher Ecken ein „Symptom“), sodass er in dieser Zeit gezwungen sein sollte, etwas anderes, Wichtiges zu tun. Nach bald drei Jahren Marienstift ist Annis Konto leer. Sie muss jetzt monatlich 2700€ berappen, obwohl sie noch fast alles selber macht. Der Sozialhilfeantrag lag beinahe zwei Monate halb ausgefüllt herum. Wie das Millionen Analphabeten und Nicht-Deutschsprachige, sicher auch andere „Depressive“ schaffen, ist mir ein Rätsel. Michael musste ungefähr 2 Mio Seiten ausfüllen und ebensoviele Nachweise und Belege beifügen. Wir haben uns stundenlang damit gequält, bis alles briefkastenfertig war. Heute drei Stunden bei ihm Belege 2020 geordnet, für die Steuer und für einen weiteren Antrag auf Staatshilfe. Unterdessen ist bei mir landunter. Nach Mittagsschläfchen bei mir Papierkram. An Arbeitstagen schaffe ich nichts davon. Also wird das mein Urlaubsspaß. Michael kam zwischendurch; hat mir meine auseinandergefallene Kommode  zusammen genagelt. Das alles ist keine verlorene Zeit, wenn auch kein Genuss. Wer Ordnung hat kennt solches Szenario nicht. – Traurige Szene: Gestern früh am See ein Brett gesehen neben Resten einer Feuerstelle vom Vorabend. Ich hielt das Brett für einen Sitzplatz. Dann fiel mir auf, dass sämtliche Bänke, die als Brotzeitplätze mit Tischen zur Verfügung stehen, die Rücklehnen eingebüßt haben. Sie sind wohl in der Nacht herausgerissen und verheizt worden. Trauerspiel. Schande.

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3 Antworten

  1. Beate sagt:

    was den Papierkram angeht, beneide ich Dich wahrlich nicht! Vielleicht können wir uns ja morgen treffen zu einem Lesestündchen? ich rufe Dich gleich nach dem Termin in Großhadern an!

  2. Ines sagt:

    Das ist echt krass mit den Anträgen. Ich frage mich auch, wie das Menschen machen, die nicht so gescheit sind. Hoffentlich lohnt sich der Aufwand. Michael ist so ein liebevoller und fürsorglicher Mensch, da hämmert er dir noch die Kommode zusammen trotz gekippter Stimmung.

  3. Renate sagt:

    Anträge und Formulare. Ich dachte es soll eine Erleichterung kommen was die Bürokratie betrifft.

    Verheizen der Banklehnen, zum kotzen dieser Vandalismus

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