Zwei Tage im Allgäu
Einmal im Jahr fahre ich mit meiner Freundin Gabi irgendwohin. Letzten Sommer waren wir in Griechenland, auf Skiathos, ein echter Sehnsuchtsort. Wir kamen beide so überaus bestens erholt zurück, dass wir von Leuten in unserer Umgebung darauf angesprochen wurden. Am Samstag fuhren wir ins Allgäu, in ein Berghotel, in dem ich aus mehreren Anlässen früher schon öfter war. Erholung, wie im letzten Jahr durch einen Urlaub im Süden würde ich derzeit ohnehin nicht finden. Die Sorgen um Janias Gesundheitszustand nehme ich überallhin mit. Trotzdem waren die zwei Tage im Allgäu gut für mich: Die Spaziergänge, die Gespräche mit Gabi, das leckere Essen im Hotel, ein Saunagang, das alles half mir sehr, auf andere Gedanken zu kommen. Jede Nacht aber wurde ich mindestens zweimal durch Albträume wach. Immer Janni, immer der Hals, der nicht aufhört, wund zu sein, immer Geschichten von Ärzten, die ratlos den Kopf schütteln. Heute Vormittag war Sirena mit Janni beim Zahnarzt. An den Zähnen ist kein Herd zu finden, Sirena schrieb mir: …Er hat gesagt, wie das im Hals entstanden ist, da kann man nur rätseln“
Ach, wie schade! Trotz schöner Tage mit Gabi die ständigen Albträume! Übrigens – ohne Unruhe stiften zu wollen – bei mir war es nicht der Zahnarzt, sondern der o-8-15 Hausarzt, der die Idee mit dem Zahn damals hatte. Aber man muss nicht ständig von sich aus Schlüsse ziehen, schon klar. Der Blick in den Nebel im Allgäu war so toll!