20-09-23-CoTaBu-Abstriche selfmade und Obelix` Rezeptur?
Morgens ein anderer Mensch will ich versuchen, zweiteilig zu schreiben. Im Bett fiel mir eine skurrile Szene von gestern ein. Da ein Teil der Auffahrtsallee jetzt Spielstraße ist und ich auf meinem Weg über die Gerner Brücke muss, auf der jetzt regelmäßig Fahrradraser queren und den Weg abschneiden, die selbst bei Beinahekarambolage keinen Blickkontakt aufnehmen, sah ich gestern ein kümmerliches Event, dessen Ziel und Inhalt übers Wasser nicht erkennbar war. Einige windschiefe Schirme, eine kleine Menschenansammlung, kurz bevor es verboten ist und rat- und lustlose Kinder mit Masken. Getoppt wurde das Ganze durch ein großes Gummiboot, in dem eine kleine Gruppe übers brackige, veralgte Wasser am Hubertusbrunnen paddelte. Es wirkte wie der verzweifelte Versuch einer letzten Gaudi. – Tropfen an den Fensterscheiben, aber verschlafen, ob es wirklich Regen war. – SMS von Ursula, die sich nach vier Monaten meldet. Statt meine Würde zu retten und zu sagen: Sie können mich mal, stimme ich freudig zu und nehme, was ich kriege.
Bei leichtem Niesel heute früh losgeradelt, nass bis auf die Haut angekommen im Hospiz. Michael hat frische Kleider geliefert. Ganztags Kampf um Aufnahmen. Die heutige fiel aus: bis Nachmittag vergeblich aufs Abstrichergebnis gewartet; Patientin wurde auf übermorgen verschoben, weil die morgige Aufnahme aufwändig wird (Abstrichergebnis liegt schon vor; kann zur Zeit bis zu fünf Tage dauern, v.a. im Landkreis). Die zweite Aufnahme von übermorgen zittert bis zuletzt, ob es klappt. Angehörige streichen selber ab, nur im Rachen, nicht in der Nase. Ohne Schutzschild. So hilft man sich selbst und kommt legal zu einem Negativergebnis mit einem Test, der eigentlich eine Farce ist. – Abends mit Michael spazieren, dann beim Griechen. Auch ich bräuchte – wie Beate – ein Fass mit Zaubertrank wie Obelix.
Neueste Kommentare