20-10-18-CoTaBu-Schreiben als spirituelle Übung und Reh

Die Vorbereitung jedweden, insbesondere des heutigen Themas sollte, könnte gründlicher sein. Sie könnte mich wochenlang beschäftigen. Je gründlicher aber, desto mehr verfranse ich mich, wie es mir charakterlich entspricht. Der Schmetterling in mir will von Blüte zu Blüte flattern, verweilt ungern, gräbt nicht wie der Maulwurf, kriecht nicht wie die Hummel hinein. Deshalb das Wort vom Wochenende. Klosterwochenenden mit dem Team sind solche Gelegenheiten. Spirituelle Biografiearbeit. Oder zuletzt „Atme in mir“ im Tandem mit der Atemtherapeutin. Die „Materialsuche“ bringt unglaubliche Dinge zutage und dringt schon im Vorfeld in die Tiefe. Eine Öffnung dahin – so war das Wort heute – „tut Not“ in dieser Zeit. – Vormittags wollte ich ein wenig Novemberliches zwischen die Gräser aufs Grab pflanzen. Je genauer die Vorstellung, umso schwieriger. Ich wollte Erika grün und klein – alle waren groß, mächtig und rot oder weiß; Hornveilchen in samtig dunkelrot – sie waren gelb und lila; ein Minialpenveilchen – es waren uncharmante Riesenbrummer. Im Park ein Rehböcklein wie Brüderchen: verwunschen. Wie sich Nebel und Dunst im Oktoberlicht hoben wie Schleier, wie ein Vorhang! – Das Wesentliche aber: ich lebe in Vorfreude aufs gemeinsame Schreiben. Dann zehre ich und spüre dem nach. Gute Nacht also mit Hölderlin, unseren Texten, drittem Auge und Weihrauch! Wenn ich schlafe, schlafe ich.

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Eine Antwort

  1. Renate sagt:

    Die Klosterwochenenden waren sehr besonders und wir konnten uns umfassend mit den Themen befassen. Wie werde ich sie vermissen.
    Atme in mir, du heiliger Geist, ein Gebet!

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