Spiritualität im Kopf
- Die Fahrt mit dem Rad durch die halbe Stadt nach der Schreibruppe hat mir wohl getan. Noch erfüllt von unserer Gruppe und in Vorfreude auf mein Zuhause, wo Hubert sein berühmtes Putengeschnetzeltes kredenzen würde mit exzellentem Weißwein, bin ich durch die dämmrigen Straßen flott geflogen. Ich mag so gerne die Theresienwiese, die immer ein Großstadtgefühl in mir auslöst. Die Beschäftigung mit den spirituellen Themen hat einiges in mir bewegt, wenngleich ich nachträglich finde, dass ich die Thematik sehr rational und verkopft angegangen bin. Es ist etwas anderes, ob man über Spiritualität schreibt oder versucht aus der eigenen
Spiritualität
heraus zu schreiben. Letzteres ist viel schwieriger, glaube ich. Die Idee, ein Gebet zu schreiben, das vom Herzen kommt, wäre eine Übung für Fortgeschrittene.
Ich glaube um aus der eigenen Spiritualität heraus zu schreiben müsste man sich länger und auf verschiedenen Ebenen damit befassen. Mit Atemübungen, Meditation, Schreiben, wie wir an den Klosterwochenenden, da war die Atmosphäre im Raum irgendwann Spiritualität.
Für mich zählt, mich überhaupt damit zu beschäftigen; nicht nur Gedanken, Gebete, Erkenntnisse anderer zu hören oder zu rezitieren. Ein Zugang ist der Verstand unter anderen wie Natur, Atem, Stille; und das Unbewusste, das beim Schreiben mitspricht.
mir ging es ähnlich wie Dir, als ich auf meinem Rad den (viel kürzeren) Weg nach Hause nahm. Ich dachte darüber nach, wie sehr ich in meinen Gedanken, im Rationalen zuhause bin. Ein Abenteuer, sich auf den Weg zu begeben und sich der spirituellen Ebene zuzuwenden!