20-10-23-CoTaBu-Frühstück mit Petra, FTZ und Papstlektüre

Morgens anregender Telefontermin mit Frauentherapiezentrum. Bis zum Verbot von Regierungsseite erhalten sie ihr Programm aufrecht, also auch ich meinen Schreibworkshop im Rahmen der psychoonkologischen Angebote. – Nach langer Zeit opulentes Frühstück bei Petra mit Lachs, Fleischsalat, gefüllten Paprika, Weinblättern, Schinken und Simons Lieblingstorte Banane-Schoko, so lieb! Trotz räumlicher Nähe treffen wir uns kaum. Sie sagte mal, irgendwie seien meine Kinder auch ihre Kinder gewesen, waren sie doch jahrelang regelmäßig dort und wir überall zusammen von Kindergarten (Joni und Jakob) bis Schulweg (Fabian und Simon), Biergarten, Elternabend, Laternenumzug, Kirschwiese bis Schlittenberg. Wegen der Freunde, denen bei vaterlosem Aufwachsen idealerweise eine tragende Rolle zukommt, ging Simon seinen Begabungen zuwider ins Adolf-Weber. Petra war mein Fels in diesen Jahren. Kennengelernt an Simons erstem Schultag (sechs Wochen vor Michael), von Stund` an Weggemeinschaft alle Tage – Treffpunkt Litfaßsäule. Stundenlang gegessen, geredet, sehr tief, sehr vertraut im Spiegel jahrelanger Verbundenheit. – Poetryslambestellung eingeworfen; mit Michael Sessel gekauft („meiner“ ist in Gästezimmer gewandert), am Grab gewesen. Heimkehrend mit Nachbarinnen, mit denen ich noch nie ein Wort gewechselt habe, quer durch die Nationen über Stinkwanzen ins Gespräch gekommen. Genieße weiterhin köstliche Papstlektüre: Gründlichkeit, Analyse, Differenzierung, Tiefsinn und nein, über Konservatismus rege ich mich nicht auf, er ist bekannt. Gewählte, altertümliche Sprache im eigentlichen Wortsinn! Keine Hülse, keine Phrase, ganz außergewöhnlich, ganz innerlich.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    So eine vertraute und langjährige Wegbegleiterin, mit der einen so viele Erinnerungen verbinden, ist kostbar.

  2. Renate sagt:

    Freundschaften die so alt sind können auch lange Pausen nichts anhaben.
    Das Frühstücksangebot, sehr lecker.

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