Netzausfall und verkohlte Pizza

  1. Ich bin noch im Kinderzentrum, aber kann nicht arbeiten, weil das gesamte Netzwerk (Telefon-und Intranet) nicht funktioniert. Die für mich einbestellten Patienten sind zudem nicht gekommen. Es ist dann im ganzen Haus Stillstand, wir können ohne Netz keine Berichte oder Dokus schreiben, keine Akten studieren und auch nicht mit Einrichtungen oder Eltern telefonieren, keine Termine ausmachen, etc. Diese Abhängigkeit vom Digitalen ist fatal und kostet viel Geld, wenn es ausfällt. Heute ist mir was Peinliches passiert. Ich hatte ein Stück Pizza in die Mikrowelle in einem Nebenraum getan und die Temperatur und Zeit zu hoch bzw zu lange eingestellt. Alles total verkohlt und der Raum und alle angrenzenden waren  voll Rauch und stanken nach Verbranntem. Da ich dann zum Chor gehen musste, habe ich nur schnell die Fenster aufgerissen und bin gegangen. Die Kollegen haben den Branntgeruch wahrgenommen und die Hausmeister alarmiert, waren schon kurz davor die Feuerwehr zu rufen. Erst später konnte ich mein Missgeschick aufklären. Oh je, das war mir echt unangenehm. Ansonsten bin ich im Moment immer froh, wenn Mittwoch oder Wochenende ist. Die Arbeitsbedingungen unter Corona und der Lärm von der Baustelle und das Fehlen von fröhlichem kollegialen Kontakt beim Essen oder anderen Versammlungen machen keine gute Arbeitsatmosphäre. Ich muss mich häufig daran erinnern, was alles noch ganz gut läuft, damit das Negative nicht ständig überwiegt. Die Stimmung zu Hause ist etwas besser. Luisa ist da und ihr geht es wieder recht gut. Wir sprechen beim Abendessen viel miteinander. Da sie Psychologie studiert und selber auch eine Psychotherapie macht, beschäftigt sie sich enorm viel mit ihrer Psyche und redet auch offen mit mir darüber. Ich mag das für einige Zeit sehr gerne, aber es ist dann auch wieder gut, wenn sie in ihr Leben nach Innbruck zurückkehrt und Hubert und ich uns wieder mehr aufeinander beziehen. Luisa besetzt schon stark sie Mitte. Morgen hab ich zwar frei, aber massenhaft Termine. Und abends kommen Gäste, da will ich Heikes Kürbissuppe kochen.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Kürzlich rückte auch bei uns die Feuerwehr mit Löschfahrzeugen an, nachdem eine Kollegin den Griesbrei für eine Patientin anbrennen ließ. – Unvorstellbar der Ausfall, den du beschreibst. Auch ich habe alles, womit ich den ganzen Tag beschäftigt bin, im PC und stünde blank da. Alles bezieht sich darauf, jedes Telefonat, jeder Kontakt, alle Notizen darin. Die Konzentration auf Positives geht verloren, deshalb die Bemühung um Geistliches. Wie hat wohl „meine“ Suppe geschmeckt?

  2. Renate sagt:

    Da war Einiges geboten bei dir. Netzausfall und Fastbrand. Corona und Lärm, da ist es nur verständlich, dass du dich nach deinen freien Tagen sehnst.

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