Autofreie Insel in voller Blüte, im Strandkorb sitzen, täglich Mateo, Virusinfekt schmälert Urlaubseffekt

Der Urlaub auf Wangerooge ist schon wieder vorbei. Von letztem Sonntag bis Freitag hatten wir dort eine schöne Zeit. Die Insel ist winzig und schnell erkundet. Der Strand lang und tief mit herrlich weißem Sand. Was mir besonders gefallen hat war, dass keine Autos fuhren, dass die Bäume in voller Blüte standen und dufteten, dass die Tage ewig lange hell waren und unsere Ferienwohnung, in der wirklich gar nichts fehlte. Man konnte in wenigen Minuten vom Bahnhof im Süden zum Strand im Norden spazieren. An der Verbindungsstraße waren links und rechts Geschäfte, Cafes und Bars. Maja und Bernd kamen mit Mateo einen Tag später, hatten ihre Wohnung eine Haustür weiter und einen kleinen Garten mit Strandkorb. Das Sitzen im Strandkorb am Strand, in den verschiedenen Lokalen und in Majas Garten hat mir so gut gefallen, dass ich mir so einen für unsere Terrasse wünschen werde. Wir verbrachten 2 Strandtage miteinander, machten eine Fahrradtour über die Insel, gingen abends meistens essen oder aßen Pizza oder Backfisch am Strand und kümmerten uns abwechselnd um Mateo, der mit seinen neuen Schuhen jetzt viel laufen wollte. Mateo ist zuckersüß und die Seeluft hat seinem Appetit gut getan. Er hat aber auch seine Krisen, wo nichts hilft außer Majas Busen. Auch kann nur sie ihn abends zum Schlafen bringen. Insgesamt hat das tägliche Zusammensein mit Mateo die Beziehung zueinander vertieft, dennoch war es gut, dass wir die getrennten Wohnungen und ab und zu Zeit für uns hatten. Den Infekt hatten wir uns wahrscheinlich schon auf der Hochzeit zugezogen, denn Hubert hatte ab Montag und ich ab Mittwoch schon Halsweh. Mir ging es dann auf der Rückreise richtig schlecht. Einen Tag waren wir noch in Bielefeld und schliefen bei meinem Vater, damit wir die vielen Kilometer nicht am Stück fahren mussten und ihn auch noch mal sehen konnten. Durch die Erkältung und die ätzende Autofahrerei mit Staus und Rasern hält sich die Erholung gerade in Grenzen. Ich kann dann oft Heike verstehen, die sich diese Urlauberei nicht antut. Ich bin jetzt froh wieder daheim zu sein. Da ich im Sekundentakt Hustenanfälle habe und durchgehend Kopfschmerzen musste ich die Schreibgruppe schweren Herzens absagen. Morgen werde ich mich krank melden und noch ein oder zwei Tage auskurieren.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Wenn es mal in ein, zwei Tagen vergeht… Hoffentlich zieht nicht die ganze Familie durch alle Generationen nach – weder für Mateo noch für deinen Vater ratsam. Die ganze Reise mit Promenade gibt mir nicht das Gefühl, etwas zu versäumen. Allerdings würde mir so ein Strandkorb auch gefallen. Das muss toll sein, draußen und doch geschützt. Könnte sein, dass ich auf einer dieser Reisen, vielleicht sogar noch mit Peter, an der Nordsee mal in so einem gesessen bin. Vor lauter schrecklichem Wind hatte ich das ganz vergessen.

  2. Beate sagt:

    Es ist so schade, dass ihr in dem kurzen Urlaub krank geworden seid! Und dann die lange Autofahrt. Es ist doch ziemlich strapaziös bis man dann endlich an der schönen Nordsee ist. Mich zieht es auch immer wieder hin.

  3. Renate sagt:

    So schön wie du die Insel beschreibst. Ich bin ein großer Fan der Inseln. Mit Kopfschmerzen und Husten diese lange Autofahrt, der Horror.

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