21-03-07-CoTaBu-Ein festliches Sonntagsfrühstück + Inspirationen
Ein schöner, entspannter Sonntag geht zu Ende. In der Früh habe ich meine Zeitschrift der Deutsch-Japanischen Gesellschaft genauestens studiert, die Apothekenrundschau, Ulla Popken usw. durch-geblättert und mir dazu einen süßen, sahnigen Kaffee in meiner Meißener Goethetasse gegönnt – es war herrlich. Um 11:00 aufs Rad gesetzt. Beate hat mit einem opulenten, luxuriösen Frühstück aufgewartet mit anschließender Lesung aus Carry Brachvogel im Ligne Roset-Sessel. Was für ein Fest! Bei der Gelegenheit den neuen Schreibtisch begutachtet, aber auch Schrank- und Staumöglichkeiten inspiziert. Danach sind wir durch den überfüllten Olympiapark geschlendert, der zu Winterende den letzten Rest Charme einbüßt. In Väterchen Timofeis Kapelle verweilt, wo ich mein Konzept eines eher „japanischen“ Zimmers zugunsten ostkirchlichen Kitsches überdacht habe. Ein Buddha, der ruhig lächelnd seinen Blick sinken lässt oder eher die Engel, Madonnen, Jesusse in allen Lebenslagen, Heiligenscheine, Gold und Siberpapier, billige Ikonen, Christbaum und daneben letztes Abendmahl, alles durcheinander, wunderbar. Vielleicht kann ich alles vereinbaren? Trotz all dieses Durcheinanders, all der Überladung, kamen wir zur Ruhe, verkörpert dieser Ort doch eine tiefe, irgendwie kindliche Frömmigkeit. Das ist es, was ich mir wünsche: einen „spirituellen Raum“. Später habe ich hier herumgetrödelt, abends bei Michi gepflegte Unterhaltung zu Salat und Omelette bekommen. Den Tatort habe ich allein angeschaut und nicht verstanden, warum er zu Ende war, ohne dass die „Bösen“ gefasst waren.
der gemeinsame Sonntag mit all diesen Erlebnissen war so sehr schön! Es war auch ganz wunderbar, dass wir bei mir zuhause beisammen saßen, zumal ich sonst stets nur Sirena und Janni sehe
Sehr lustig und treffend, deine Beschreibung der Kapelle von Timofei. Das mit dem ostkirchlichen Kitsch für daheim solltest du bitte noch mal überdenken. In dieser Kapelle mag es dich angesprochen haben, aber ein spiritueller Raum zu Hause sollte m.E. leer und geordnet sein. Beim Tatort war ich auch etwas ratlos am Ende und fragte mich, ob es noch fortgesetzt wird.
Ob ein überladener Raum zu innerer Einkehr und Ruhe einlädt? Ich weiß ja nicht. Tatort habe ich nicht geschaut. Ich bin im im Weissensee-fieber.