Der gestrige Tag war ein fulltime-Kindertag. Sie kamen am frühen Vormittag und ich brachte sie am späten Nachmittag mit der S-Bahn heim. Wieder zu Hause erstmal die schlimmsten Spuren beseitigt. Mit starken Kopfschmerzen, wie in letzter Zeit öfter, ins Bett gegangen. Kopfschmerz heute weg, dafür habe ich Rücken. Ich habe die Mutter von Ines nicht gekannt und doch hat mich die Nachricht von ihrem Tod sehr angerührt. Trauer und auch ein Gefühl der Erleichterung schreibt Ines, nach diesem langen, schweren Weg, den ihre Mutter gegangen ist. Ich dachte an meine Mutter, die im Dezember 88 Jahre alt wird. Ihr ganzes bewußtes Leben hat sie vom Sterben gesprochen. Inzwischen ist das kein Thema mehr, es ist vergessen.
Wie ist das doch auch anrührend. Dass man selbst das Sterben, den Tod und wie man zu ihm steht, vergessen kann – auch davon losgelöst wie von allen oder fast allen Verantwortungen.