21-11-16-CoTaBu-Orientalisch á troi als Abgrenzung zu Simon?+ karmische Integrität

Schließlich sind wir bei dem rausgekommen, was Jakob von Anfang an und was ich nicht zulassen wollte. Dazwischen lagen Gespräche mit Michael, mit Gregor – über Feier- und Freuzwang. Jakob sagte, ihm sei alles misslungen, das Kochen, das Einladen; eine war krank; Jonas konnte erst spät aus seiner Kanzlei. Corni nicht in München. Der Krampf, wie passen die „neuen“, die Künstler, mit Offizier, Jurist, Architektin (das geht ja noch) zusammen! Jakobs Anna hatte in Berlin eine Performance und kommt erst heute. Jakob hat im Levante reserviert; ein westlich wirkendes, laut Speisekarte orientalisches Restaurant hinter der Schauburg. Wir waren zu dritt. Es war stressfrei, harmonisch bei guten Gesprächen und echter Freude über schöne Geschenke. Möglicherwiese hat er hinterher noch empfangen; wir sind nicht mehr mitgekommen, weil mir nach dem Essen derart schlecht wurde, dass ich heimmusste. Ich erkannte, dass Jakob jetzt bewusst genau mit dem umgeht, was in der Luft liegt. Dass ER NICHT SIMON IST und genau das nicht will, kann und ist; um den sich, sobald er in München ist, eben nicht Freunde der Kindergarten- und Schulzeit scharen; dass genau dieser Unterschied durchlebt, auch durchlitten werden muss. – Abends bei Iberogast noch bissel Plasberg geguckt. Der ließ sich an einer Stelle über „Randbereiche der Medizin“, Osteopathen, Heilpraktiker aus, im leisen Nebensatz: bei denen es „fürs Studium nicht gereicht hat“. Ich bin gespannt, was er dafür ernten wird. Nebenbei pochte Svenja Flaßpöhler auf ihr „komplett anderes Demokratieverständis“ und bekam ordentlich Gegenwind. Soeben landete ich bei einem Spiegelartikel von gestern, „Waldorfschule und Impfgegner. In Steiners Sekte“ von einem ehemaligen Waldorfschüler über Steiners Einfluss auf die Einstellung der Anthroposophen zur Schulmedizin. Demnach ist das Impfen ein Eingriff in die karmische Integrität. Wiesehr bestimmte Impfgegner von entsprechendem Gedankengut beseelt sind wurde mir neu bewusst.

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4 Kommentare

  1. Beate sagt:

    Da braucht Jakob also einen gewissen Schnitt, um das Leben seiner Zukunft zu gestalten. Du weisst, ich kann das gut nachvollziehen.Aber wie schlimm, dass Du das Essen nicht vertragen hast! Im Sommer ging mir das nach dem Besuch eines indischen Restaurants genauso. Da will man dann nicht mehr hin. Den Spiegelartikel habe ich auch gelesen. Alle Anthroposophen, die ich kenne, ticken so wie oben beschrieben, meine Kollegin, Wonny und Achim und Schohaja. Da hörst du immer die gleichen Vorbehalte. ich will sie alle ernst nehmen, auch wenn ich anderer Meinung bin.

  2. Renate sagt:

    Was Jakob durchlebt-leidet ist mir sehr bekannt. Ein Geburtstag mit Hindernissen, es sollte so sein. Svenja F. hörte ich in der Kulturzeit.

  3. Ines sagt:

    Jakob erinnert mich an meinen Jaron, für den wir immer große Geburtstagsparties organisierten, weil wir es ihm genauso „schön“ wie Maja machen wollten. Dabei wollte er lieber mit 2 Freunden Lego spielen. Während Maja ihren 30. schon jetzt plant (er ist im Juni), wird Jaron wahrscheinlich nichts groß machen, wenn es bei ihm soweit ist. Schade um das Essen, wenn dir danach schlecht ist.

    • Heike sagt:

      Du ahnst nicht, wie oft ich an Jaron denke bei Jakob. Auch als Jaron mal an die Isar eingeladen hatte und die Unverbindlichkeit zu spüren bekam, als niemand richtig zusagte. Weißt du noch? So sehr habe ich gestern daran gedacht. Und natürlich, das liegt mir besonders auf dem Herzen, dass Jakob jetzt nicht mehr im Schatten seines lebenden, sondern seines toten, über alles geliebten Bruders steht, aus dem sich so schwer oder gar nicht heraustreten lässt. Denn es ist ja nicht nur der Schatten, sondern einfach auch ein ganz anderes Wesen.

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