Der Weihnachtsabend

Mir ging es erst ein bisschen besser und dann wieder schlechter.Diese Kraftlosigkeit ist enorm. Alina stand den ganzen Nachmittag in der Küche, kam zwischendurch zu mir um mich aufzuheitern. Das endete nicht gut, weil Weihnachten eben auch ein Fest ist, das alte Wunden hochspült. Alina war dann  wieder draußen und ich lag heulend im Bett. Meine Töchter werden nie zueinander finden. manchmal kann ich damit leben, manchmal zerreißt es mich. Ich hatte mit Barbara vereinbart, dass wir uns wie in jedem Jahr zu Weihnachten, am Nachmittag in der Seniorenmesse treffen, musste für heute absagen, erntete volles Verständnis und Erleichterung, weil sie am Nachmittag eingeladen ist. Wir gingen diesmal alle drei nicht in die Kirche, Alina wollte in der Küche weiter kochen und ihre Laune war nicht die beste.Der Budenzauber, den ich alljährlich veranstalte, blieb aus. Ein normal gedeckter Tisch wie an jedem Tag, keine besondere Tischdecke, Kerzenschein und Deko . Ein wenig Chaos in der Bude. Auch egal. Am Abend saßen wir zusammen am Tisch, die Pirogen schmeckten köstlich und die Salate, die sie in großer Menge auf den Tisch gestellt hatte, auch. Ich hatte  wenig Appetit und habe mich sehr bald wieder hingelegt- Es war schon erstaunlich, wie anders dieser Weihnachtsabend verlief im Vergleich zu den letzten Jahren.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Das kann ich mir vorstellen, wie festlich DU die Bude gestaltest, deckst du den Tisch ja schon an „normalen“ Tagen so festlich!! Gott ja, wie traurig, dass du entweder die eine oder die andere bei dir haben kannst. Nicht ganz so krass, aber auch unvereinbar ohne das heiter in sich ruhende, gleichzeitig unterhaltsame Bindeglied Simon ist es mit Fabian und Jakob. – Manchmal sage ich was nicht ab, Michael erklärt mich für verrückt…und am Ende kommt es allen entgegen. Immer ZUVERLÄSSIG sein!!

  2. Ines sagt:

    Ach Beate! So ein trauriger Tag. An solche Tage wie Heilig Abend sind viele Emotionen gebunden, auch viel enttäuschte Erwartungen. Die Unvereinbarkeit deiner beiden Töchter ist sehr traurig und schwer auszuhalten.

  3. Renate sagt:

    Das war kein schönes Weihnachten für dich. Der Kummer mit deinen Töchter kommt an so einem Tag verstärkt hoch. Tut mir so leid und krank warst du zu allem Übel auch noch.

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