22-01-01-CoTaBu-Jahreswechsel bei Helga, Bienenflug und Flügelhörnern

Die Besonderheit NACH Brille war mein Termin bei Helga. Da sie die erste Friseurin ist, die ich gern hinter mir stehen und meine Haare anfassen lasse ist es für mich eine wesentliche Errungenschaft und ein Erlebnis mit Freude, Lachen und Verbundenheit, mich von ihr „behandeln“ zu lassen. Eine starke, urbayrische Persönlichkeit, die Sicherheit und Kompetenz ausstrahlt. Voluminös wie sie ist hat sie immer Tipps für leckere Lokale oder Süßigkeiten und steht mit allen Experten auf diesen Gebieten auf Du und Du. Dann Silvester. Ich bin froh, dass ich da nichts mehr „zerreißen“ muss. Michael kam zum Frühstück, ging dann wieder. Das ist das Schöne: nur zusammenkommen, wenn wir wollen. Mittags klitzekleiner Würmspaziergang. Nachmittags wieder Papier geräumt, geschlummert; Michael kam zum drittenmal; gekocht; das musste nach Kostprobe nochmal 30 Minuten ins Rohr, dann durchziehen. Währenddessen in die Christuskirche gegangen, wo endlose Schlangen zur Impfkontrolle standen. Das Konzert mit schrägen Klängen und Trillern des Trompeters, der sich teils schlimm auf falschen Tönen einhängte, mäßig erbaulich; das letzte Silvesterkonzert vor Ruhestand des Kirchenmusikers und Organisten, der auch das Brahmsrequiem aufgeführt hatte – das allerdings auf höchstem Niveau. Silvesterhimmel mit Himmelsjäger Orion, Gürtel- und Doppelsternen, Sternhaufen und „jungen, heißen Sternen, die nur wenige Millionen Jahre alt sind“. Michael hat später tatsächlich mit mir geschrieben. Er ist etwas sperrig in der Handhabung; dennoch beachtliche Texte. Kurz vor dem Anstoßen wurde mir übel, überhaupt hatte ich schon tagsüber wiederholt Bauchkneipen, so ging es in die Horizontale, wo wir noch Abba und Musik der 70er angeschaut haben. Eine ungewohnte Nacht im Wohnzimmer. Gottlob kaum Böller. Die paar vereinzelten kosten Michael den letzten Nerv, was sich wiederum negativ auf meine Laune auswirkt. Am Friedhof laben sich fleißige Bienen an den Christrosen, sie glauben, es ist Frühling. Jetzt schreiben wir 2022.

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2 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Eine Erleichterung nichts mehr zerreißen zu müssen. Heute erst das ganze Musikstück gehört, dass du uns auf Whatsapp geschickt hast, mit den mehr oder weniger kleinen Holperern. Gestern hörte ich nur den Anfang und den fand ich schön. Hier haben sie, dafür dass es seit 2 Jahren verboten ist, kräftig geböllert.

  2. Ines sagt:

    Echt, Michael hat mit dir geschrieben. Das finde ich beachtlich. Toll. Auch sonst scheint dein Silvestertag sehr abwechslungsreich gewesen zu sein. Und musikalisch die ganze Bandbreite bis Abba.

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