Schreiben, Standesamt, Struktur

Kurz vor Feierabend und bevor es heim geht, schreibe ich noch einen Beitrag. Das Schreiben bei Heike gestern war wieder gut. Auch bei mir ist es so, dass mir viele Gedanken und Gefühle erst beim Schreiben bewusst werden. So war es wieder sehr erleuchtend, sich die eigenen Vorsätze für das Jahr zu verdeutlichen. Auch die Bedeutung von Gold, Weihrauch und Myrrhe fand ich in dem Zusammenhang sehr bedeutungsvoll. Mit Anna geht es mir gut. Aber ich denke, sie wird ein vorübergehender Gast sein, da ihr Leben sich voraussichtlich noch mehrmals arbeits- und beziehungsmäßig verändern wird. Solange sie mitmachen will, ist sie von mir aus willkommen. Irgendwie geben wir, insb. Heike, auf diese Weise etwas weiter an die nächste Generation. Nach der Schreibgruppe waren wir noch bei Maja und Bernd, um ihnen das Bild mit Rahmen zu bringen, das Maja zu Weihnachten bekommen hatte und das reklamiert werden musste. Die beiden hatten sogar Kuchen gekauft, und so war ich froh, dass ich bei Heike nur einen Lebkuchen und keinen Kaffee mehr genossen hatte. Die beiden haben jetzt entschieden, am 13. August standesamtlich in Norddeutschland im kleineren Rahmen mit 40 Leuten! zu heiraten. Die große Hochzeit wird dann ein Jahr später stattfinden. Zur standesamtlichen werden nur die engsten Verwandten und Freunde eingeladen. Da werden dann Hubert und Sören aufeinander treffen, denn beide werden dabei sein. Aber da das Fest danach in einer Art Strandbar am See zwanglos ohne Sitzordnung stattfinden wird, kann man das gut meistern. Ein Jahr später haben wir dann schon Übung, wenn es zur freien Trauung geht. Am Abend habe ich das erste mal ein Gericht aus dem neuen Kochbuch von Ottolenghi gekocht, was doch ziemlich gedauert hat und nicht für jeden Tag geeignet ist. Geschmacklich aber sehr außergewöhnlich. Danach eine schlechte Serie geschaut und gedacht, dass Fernsehen manchmal doch Zeitverschwendung ist. Heute durch die eisige Kälte in die Arbeit geradelt und mit steifgefrorenen Fingern, ansonsten gut durchblutet, angekommen. Ein Autismus-Test mit einem netten Kind gemacht (das aber nicht autistisch war) und viel Büroarbeit erledigt. Jetzt fahr ich zufrieden ins Wochenende. Ich glaube, wenn ich die Arbeit nicht hätte, die mir diese Struktur gibt, müsste ich mir eine Struktur überlegen. Das regelmäßige frühe Aufstehen und aus dem Haus gehen machen allein schon Sinn. Aber ich habe ja noch Zeit.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Kleinster Kreis mit 40 Leuten ist beachtlich! Ihr seid eine große Familie, das habt ihr auch beim Tod eurer Mutter deutlich gespürt. Und ja, Vieles wird schreibend ganz anders bewusst als sprechend. Ich stelle fest, dass allein Drauflosschreiben aber noch nicht zielführend ist. – Die Sache mit dem Kochbuch…habe ich was verpasst? Tapfer, radeln bei der Witterung!

  2. Renate sagt:

    Ottolenghi kenne Ich nicht. Ich google ihn gleich mal. Für mich sind 40 Personen viel, im Vergleich zu einer türkischen Hochzeit, sind es fast keine.

  3. Beate sagt:

    Aus welchem seiner Bücher habt ihr gekocht? ich schätze ihn sehr und hab auch zwei Bücher von Otto Lenghi. Ja, es ist ein graus mit den schlechten Serien. Kein Gewinn, nicht mal unterhaltsam sind sie und : es bleibt nichts im Gedächtnis zurück. Zeit verschwendet,
    leider, ja, so ist es.

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