21-02-17-CoTaBu-Corona ohne Ende, Aufnahmestopp, Pisarski + Paradies

Heute musste ich nach Mittag heimgehen. Trotz Tabletten wichen Kopf- und Magenschmerzen nicht, Unwohlsein, Frösteln. Ich habe zwei Tests gemacht, negativ. Nach einem erquicklichen Schläfchen bin ich jetzt wieder munter für einen Fernsehabend. Gestern Morgen hatte ich noch VOR dem Hospiz meine Telefonverabredung mit Waldemar Pisarski, so inspirierend, so fröhlich, so einig – eine wahre Freude. Er nahm meine Titelbotschaft sehr positiv auf und wir hatten den erfreulichsten Austausch. Wollen uns vor dem WE nochmal treffen, in Augsburg oder München. Er ist im 80. Jahr und reduziert langsam, umso glücklicher bin ich über seine Zusage. Abends in der Gruppe habe ich das gleich verkündet. So, wie die Stifte gezückt wurden, gehe ich von rasantem Andrang aus und hoffe, mit meinen begrenzten Plätzen auszureichen. Ein bisschen beleidigend ist es schon, wie das für manche plötzlich interessant wird, die bei mir allein schon jahrelang nicht mitgekommen sind, nichtsahnend, was sie versäumt haben. Manche wollen sich nicht selbst erfahren und hören lieber Vorträge aus der Komfortzone heraus. – Ungeahnte Energien ergreifen Besitz von mir. Ich will ja nichts planen: Es passiert von selbst. – Wir hatten jetzt im Hospiz Verstorbene. Also war ich wieder voll in Fahrt. Als ich gerade wegen einer Aufnahe telefonierte, hielt mir Sonja einen Zettel unter die Nase: Aufnahmestopp. Also Rolle rückwärts. Jemand anderem musste ich auch absagen. Bei näherer Nachfrage stellte sich heraus, dass Wartenberg uns eine Patientin unterjubeln wollte, bei der Gott weiß was an Komplikationen ansteht, täglich kommen könnte, aber noch nicht da ist. Mit so jemandem brauche ich jetzt nicht zu kommen. Bei uns wieder alles auf Eis: Eine Corona-positiv-Meldung nach der anderen im Team. Unser heimatreisender, eben erst glücklich zurückgekehrter Bosnier ist jetzt auf seiner letzten Reise. Die Tage zwischen Rückkehr und Paradies waren von Heimweh und Aufbrechenwollen in „spirituellem Delir“ gekennzeichnet.

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3 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Ich habe in meinem Tagebuch gelesen, dass W. Pisarski einen Vortrag im Hospiz gehalten hat, bei dem auch ich war. Ich habe keinerlei Erinnerung an ihn. Diese Lücke musst du mir schließen helfen. Gehört habe ich schon damals bei Da Sein von ihm. Das die, die nicht mehr ins Kloster mitgekommen sind, viel versäumt haben kann ich nur bestätigen. Hoffentlich gibt es keine schweren Verläufe bei den Coronafälle.

    • Heike sagt:

      Erinnerst du dich an „das grüne Tuch“? Ich habe es bei den nächsten Gelegenheiten als Schreibimpuls aufgegriffen, immer wieder verwendet, es ist für mich zur Metapher geworden für alles NICHT problem-, sondern ressourcenorientierte. An seine Erzählungen über traumatisierte Menschen in amerkanischen Gefängnissen? Dass er statt Zeitung morgens auf dem Klo Witze liest? Das alles, und noch viel mehr….SEIN Trauermodell klauen alle „Experten“ und schmücken sich damit.

  2. Ines sagt:

    Ich hatte vorher noch nie von Herrn Pisarski gehört. Ihr beiden seid wohl sehr verbunden und befruchtet euch regelrecht. Hoffentlich bleibt es bei dir bei Corona negativ. Ich höre jetzt dauernd, dass der Schnelltest falsche Ergebnisse liefert. Und wieder Aufnehmestopp im Hospiz. Hoffentlich ist dieser ganze Spuk irgendwann vorbei.

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