Weggeworfen, ABC und scrabble
Ich wollte mich heute von der Langeweile bei Mama nicht beeinflussen lassen und es gelang. Ina ist gleich nach meinem Ankommen nach oben in ihr Zimmer gegangen. Mama und ich haben einen Schubladen ausgeräumt. Inzwischen darf auch weggeworfen werden, was lange Zeit nicht möglich war. Die Buchstaben des scrabbles nach ABC sortiert, da ich wissen wollte welche Buchstaben fehlen. Mama hat das super gemacht. Danach spielten wir scrabble, was für sie eine Herausforderung war. Sie wollte trotzdem nicht aufhören und hat immer wieder passende Worte gefunden. Hinterher war Mama sehr müde, ausserdem ist ein Schnupfen bei ihr im Kommen. Ina kam dazu und wir unterhielten uns eine ganze Weile. Bei Schneegestöber gegangen. In der U Bahn waren viele Menschen die ihre Masken nicht über der Nase hatten. Wie habe ich mein Rad vermisst.
Das Thema Schubladen ist hochinteressant. Ich habe übrigens mal einen langen Dialog mit einer meiner wichtigsten Schubladen geschrieben. Daran lassen sich Lebensgeschichten und Charaktere analysieren. Silvia Süßmeier hat genau davon einmal im Zusammenhang mit einer Demenzbegleitung gesprochen. Eine geniale Idee deinerseits und eine Superabwechslung, vom eintönigen Mensch-ärgere-dich-nicht zu Scrabble.
Du machst es genau richtig, wenn du proaktiv an die Besuche bei deiner Mutter herangehst anstatt die Stunden nur hinter dich zu bringen. Schubladen aussortieren hilft ja auch dem Gedächtnis auf die Sprünge und Scrabble ist Gehirnjogging. Super, dass es noch so gut geklappt hat.