Keine Freude an der Arbeit

Zwei Tage hab ich jetzt wieder gearbeitet, nachdem ich insgesamt 3 1/2 Wochen nicht im Kinderzentrum war. Alles, was sich an Arbeit angestaut hatte, habe ich weg gearbeitet und auch schon wieder eine Reihe Patienten gesehen. Dieses mal ging der Einstieg schneller als sonst, weil ich von zu Hause aus regelmäßig Emails gelesen und beantwortet und Berichte korrigiert habe. Das alles täuscht aber nicht darüber hinweg, dass mir seit längerem meine Arbeit keinen wirklichen Spaß mehr macht. Am meisten stört mich das „alleine vor mich hin arbeiten“, das durch die Coronamaßnahmen vorgeschrieben und inzwischen auch der Normalfall ist. Wenn ich darüber nachdenke, was mir früher an der Arbeit hier im Kinderzentrum gefallen hat, dann war es hauptsächlich das Interdisziplinäre, der dauernde berufliche, aber auch private Austausch, die Aktivitäten rund um die Arbeit wie Betriebsausflüge, -feiern, gemeinsame Mittagspausen, Proben und Auftritte mit dem Chor. Das alles ist jetzt gecancelt. Die Supervisionen und Fortbildungen im Haus sind nur noch online und man sieht die anderen dann oft gar nicht, sondern nur die Person, die jeweils den Vortrag hält. Hinzu kommt, dass ich mich körperlich nicht wirklich fit fühle. Heute morgen hatte ich solche Magenschmerzen, die auch durch Essen nicht verschwunden sind. Ansonsten bewege ich mich sehr langsam und ich habe latente Schmerzen in Knochen und Gelenken und dann noch die Hitzewallungen in der Nacht. Die Frühlingsgefühle beim Anblick der blühenden Bäume halten sich gerade auch sehr in Grenzen. Mal sehen was das Wochenende bringt. Am Mittwoch haben wir die ersten Pflänzchen für den Balkon bei Pflanzen Kölle gekauft, die müssen wir noch einpflanzen. Die Balkonmöbel müssen noch geputzt werden, stehen aber schon bereit. Heute sind wir bei Freunden zum Essen eingeladen und morgen auf eine Geburtstagsparty. Eine nicht so geliebte Freundin von mir feiert ihren 60. Geburtstag mit allem drum und dran. Die Feier beginnt schon um 15 Uhr und soll bis nach Mitternacht gehen. (Wir werden aber erst abends hinfahren). Sogar eine Kleidervorschrift gibt es. Man soll etwas „Gelbes“ anziehen und die Gastgeberin mit seinem Outfit überraschen! und es wird ein Theaterstück aufgeführt und eine Führung durch eine Kapelle geben, Aufführungen sicher auch noch und nöcher. Ich hab nicht wirklich Lust, aber aus alter Freundschaft habe ich zugesagt.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Etwas Gelbes! Schöne Idee, nur wenn man – wie ich gelb nicht so mag, hat man es dann im Schrank hängen. Ok, senfgelb? Ockergelb? Gelb=verordneter Frohsinn? Was du über deine Arbeit schreibst – wer könnte es besser verstehen als ich, die ich letztlich an diesen Dingen zugrunde gehe, vertrockne, eingehe. Genau das.

  2. Beate sagt:

    Die Arbeit ist ganz neu geprägt worden durch die Coronazeit. Ich wurstel auch einsam vor mich hin, vieles ist weggefallen, vieles hat sich verändert, nicht zum Guten. Mal schauen, was davon für immer bleiben wird.

  3. Renate sagt:

    Ich könnte nicht auf die Geburtstagsparty gehen, denn in meinem Kleiderschrank gibt es nichts Gelbes. Mit Hitzewallungen kenne ich mich aus. Mehr als 20 Jahre kamen und gingen sie, z.T. auch heute noch.

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