22-07-22-Körper auf Alarm, offener Orden, vernachlässigte Mietsache und alles auf Abschied

Eine ganze Woche ohne Anna. Programmpunkte, extra für sie eingestreut, ausgefallen. Eine Gruppe wegen Erkrankungen der TN; ein Hausbesuch, weil es der Patientin „nicht gut ging“. Hätte ich ihn angeboten, wenn es ihr gutgehen würde? Jetzt wird es langsam knapp bei mir, zumal sie es selber kaum „möglich machen“ kann. Nächsten Mittwoch letzter Gruppenabend: Therese hat immer noch nicht mitgeteilt, wer übernimmt! Gestern Tag des offenen Ordens. Zuerst tote Hose – ein ausgezeichnetes, ungestörtes Gespräch mit Mirjam, Kollegin und Ordenschwester. Später kam Gregor dazu, hatte nach Nachtdienst ausgeschlafen. Kriegte mit, dass mich einige ansprachen: Vorübergehender Bekanntheitsgrad anlässlich des Ausscheidens. Zuletzt Gespräch mit einem gealterten Hippiepaar über Ehrenamt und über den Jakobsweg „mit Schmerzen“ – reizend. Vater von Richard Neumayer mit neuer Lebensgefährtin. Ließ mich grüßen, obwohl der Sohn bei jeder unserer Begegnungen von einer seiner geliebten Bienen in Auge oder Lippe gestochen wurde – ich habe das auf die Chemie zwischen uns zurückgeführt. Ein junger Ordensbruder, der viel zu nah harankommt. Ausgerechnet, als Frau Schmid-Pogarell mit einer dritten Bürgermeisterin (schade, ich google jetzt erst, dass sie Sozialpädagogin ist!) und einer Landrätin kam ließ Gregor sich auf einmal blicken und wir waren überflüssig. –  Sonst haben wir die ganze Woche durchgesummt und bei jeder Gelegenheit Kanons angestimmt. Am Freitag war ich außertourlich im Hospiz, um im Anschluss an die Übergabe den neuen Musiktherapeuten einmal zu erleben. Eine Wucht! Ich beiße mich in den Hintern, dass der kommt, da ich gehe! Wenn ich an unsere dröge Harfenistin denke, die eigentlich nie bei uns reingepasst hat und wegen CoronaEigensinn schon zweieinhalb Jahre ausfällt bzw. nicht wiederkommt! – Dann messe ich jetzt 3 x tgl. Blutdruck, der sehr hoch ist. Zweimal infolge hat mir morgens L-Thyroxin gefehlt und ich habe erst jetzt verstanden, dass ich in der einen Nacht deshalb derart entgleist bin, dass ich Kavacur und Tavor brauchte, erwogen habe, den Bereitschaftsarzt zu rufen. Das wird jetzt alles kontrolliert, neu eingestellt und ich greife mir ans Hirn, was Schnur eigentlich gemacht hat. Aber: Ich habe dankend hingenommen, in Ruhe gelassen zu werden. Im Rückblick grobe Fahrlässigkeit.- Durch die Blasenentzündung(en) finde ich nicht mehr ins Schwimmen zurück, habe ganz die Lust verloren. So schade. Es ist doch ein Glück (gewesen) jeden Sommer! – Peergruppe musste online stattfinden, weil Hubert positiv war und wir auf keinen Fall bewusst etwas riskieren wollten. Es war dann sehr viel mehr als kein Treffen, aber natürlich schade.- Gestern Abend habe ich mich stundenlang mit meiner Mietsache beschäftigt. Ich hasse das. Aber wie ich das betreibe, kann es nicht weitergehen. Nebenkostenabrechungen, Umlagen und Verwalterabrechungen verstehe ich natürlich nicht, lege sie beiseite. Jetzt hat meine Mieterin 1700 € Nachzahlung, auch ich schulde der Hausverwaltung 1900€, obwohl ich ohnehin 230€ Hausgeld mtl. bezahle und Grundsteuer dazu. Ich habe Angst, dass ich irgendwas falsch gemacht oder versäumt habe. Ein anderer Eigentümer, Oberarzt in der Neurologie in der LMU, der den größten Anteil am Haus und erstaunlich viel Zeit hat, insbesondere von seinem Arbeitsplatz aus, sich um die Liegenschaft zu kümmern, hat angeboten, sich das einmal anzuschauen. Um ihm das zu schicken musste ich mir immerhin Fragen überlegen, eine dümmer als die andere. Das hat mich den ganzen Abend gekostet. Immer wieder frage ich mich, ob sich wegen der paar Kröten, die dabei rumkommen (unterm Strich zahle ich fast mehr als ich bekomme), der BESITZ einer Wohnung lohnt. Aber irgendwie lockt uns der Gedanke, eines Tages diese Wohnung als Refugium selber zu nutzen. Und wozu auch verkaufen. Was tue ich mit dem Geld, das für nichts in München reicht. – Heute vielleicht Japanfest hinterm Haus der Kunst. Ich habe mich aus allen Planungen rausgehalten, bin einfach zu beschäftigt momentan. – Vorherrschend der Prozess zum Abschied hin und aktuell der körperliche Alarmzustand, ausgelöst durch den Schnitt mit Schnur.

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2 Kommentare

  1. Ines sagt:

    Gut, dass du dich um deine Gesundheit kümmerst, scheint der neue Hausarzt doch seinen Job verantwortlicher auszuüben. Ich hab manch einen Kollegen erst viel besser kennengelernt kurz vor der Rente, auch die Abschiedsreden auf den Feierlichkeiten haben dann ein ganz neues und positives Bild auf diese Person geworfen. Ich find echt Wahnsinn wie schnell die Zeit seit deinem Entschluss, in Ruhestand zu gehen, verflogen ist. Alle Zeichen auf Abschied und Anna ist noch nicht eingearbeitet.

  2. Renate sagt:

    Auf den Musiktherapeuten bin ich auch gespannt. So hatte Corona sein Gutes, dass es diesen Wechsel ermöglicht hat. Morgen wird die Einarbeitung von Anna weitergehen, ihr habt viel zu tun. Knappe 3 Wochen bist du noch im Haus, was mir jetzt beim Schreiben ganz komisch vorkommt. Wie du das Verhalten bzw. Nichtverhalten von Dr. Schnur gut finden konntest war mir immer ein Rätsel. Für deine Wohnung musst du über Elster Angaben wegen neuer Grundsteuerberechnung machen. Eva bekam den Schrieb vom Finanzamt schon. Wie kommt es denn zu so einer hohen NZ deiner Mieterin? Gaskosten können es noch nicht sein.

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