23-06-18-Tagesnotizen von Boden, Aetas, Timofei – Hausnöte und: DAS Ereignis: „Ihr Wort das war JA“

Erster Absatz steht schon, passt gar nicht mehr, angesichts des großen Ereignisses jetzt alles banal. Dennoch, gekürzt. – Erst belastet Räumen, jetzt Stillstand – es geht gerade nichts. – Letzten Sonntag uneingecremt hutlos im Botanischen Garten – wie konnte das passieren? Vorwiegend im Schatten wende ich mich ohnehin stets von der Sonne ab – dennoch leicht verbrannt. Sofort flammt Rosazea auf. – Montag mit Michi zu BodenBittel geradelt, ein Weg grün und frisch wie über Land. Unsere Fragen kamen nicht dran; der Fachmann redet ohne Unterlass. Offenbar will er selbst den Boden verlegen – ich aber möchte nicht Tausende Euro zusätzlich hinlegen. Ohnehin sonnenklar, dass kein Bodenleger Klavier und Möbel herumschiebt und -schleppt. Notwendige Beratung geht vielleicht telefonisch? Hinterher zur Feier des Tages Ö-Eins. Auf dem Rückweg erschütternde Schlagzeile vom Brand der Friedenskirche von Väterchen Timofei. Ein einzigartiger, spiritueller Ort – auch für uns früher mit den Kindern. – Abends Aetas-Gruppe. Eine kam zum Schnuppern; schreibt-liest ohne Scheu, tritt nicht besonders herzlich auf, hat aber sehr positiv-differenziert per Email gefeedbackt. Stühle und Tischlein ins Freie gestellt – wie das guttat! Singen hat – obwohl „die Laute“ fehlte – diesmal weniger erfreut. – Zum Geburtstag erwarte ich morgen eine kleine Runde. Zwei Neuzugänge, aus langer Versenkung in meinen Orbit zurückgekehrt, leider verreist. Peers kommen gesondert am Freitag.

Bei Michael wieder Hausbegehung. Also Ärmel hoch. Zudem zahlt ein Mieter nicht, flieht das Gespräch, lässt sich hinterherlaufen. Arbeit gekündigt: Kollegen schlecht, Bezahlung niedrig, Arbeitslosengeld sowieso. Alles schlecht hier. Er „macht nicht jede Arbeit“. Hatte ausreichend Frist, einen Plan mitzuteilen, wie es weitergehen soll, aber wieder nur Märchen erzählt. Michael hat ihm die Wahl gelassen zu zahlen (nicht wie wochenlang „morgen“, „am Montag“ oder „nächsten Freitag“) – oder seine Siebensachen zu packen. Jetzt? Oder erst um 3:00? Oder morgen? Michael sagte, wenn er JETZT geht und nicht wiederkommt, dann verzichtet er auf die Mietschuld. Morgen sei dieses Angebot verwirkt. Ins Obdachlosenhaus? Niemals! Diese Männer – man muss es leider sagen – sind sich für Einiges zu fein. Er hat jetzt das Haus verlassen, nachdem er noch drei Stunden in seinem Zimmer herumgehangen ist. Michael ist eine große Last los. Dennoch: Sowas fühlt sich beschissen an.

„Ohne Frisur“ zur Hochzeit, Helga unabkömmlich. Immerhin goldene Haargummis. Aus zwanzig Anproben eine gewählt, in der ich ich selber war. Die Fehlstarts liegen haufenweise hier verstreut. – Unsere „Probe“, die zweite, auf Schattenbänkchen am Bahnhof mit allerhand Publikum, das unsere Darbietung über eine Stunde durch nette Resonanzen befeuerte. Beate und Renate fanden uns, dem Sound folgend. – Ein wunderschönes, unglaublich geschmackvoll ausgestattetes Brautpaar – so strahlend, so glücklich! Riesige Gesellschaft – tolles Ambiente – sympatische Menschen. Der Vater! Die Kinder… Schmerzlich: Wir Zugreisende haben den Hochzeitstanz verpasst. Zweifel: stören, oder „französísch“ empfehlen, also sang- und klanglos verschwinden? Das hängt mir jetzt quälend nach. Ein wichtiger Teil abgeschnitten. Glücklich bin ich über die Stimmung, mit der das strahlende und lachende Brautpaar und die Gesellschaft unser Gstanzl aufgenommen und uns über alle Schwächen fröhlich johlend hinweggetragen hat. Mir ist, als hätten wir uns durch die Hochzeit näher kennengelernt. Dazu tragen Huberts und Ines Reden bei, bei denen kein Auge trocken blieb. Weit gefehlt zu denken, wir wüssten alles voneinander. Horoskope, Wahrsagerinnen… spannend, magisch! Jetzt ist Danach. Noch muss alles abebben, noch ist es wie ein Rausch.

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2 Kommentare

  1. Renate sagt:

    Ich habe den Mann vom Teppichladen nicht als Endlosquatscher im Kopf. Ist aber auch schon sehr lange her, dass ich mit Gabi bei ihm war. Vom Brand der Friedenskapelle, an die ich kaum Erinnerung habe, bin ich auch berührt. Michael hat enorm viel Geduld und Verständnis für seine Mieter. Die Kleiderfrage zu so einem besonderen Anlass ist wahrlich nicht einfach zu lösen.

  2. Ines sagt:

    Herrlich die Geschichte, wie ihr euer Gstanzl vor Publikum geübt habt. Das hat den Leuten bestimmt gefallen. Vielleicht hätte ich euch im Vorfeld überreden sollen, doch eine andere Lösung für die Rückfahrt oder eine Übernachtung zu finden. Aber so ist es jetzt. Der Hochzeitstanz und der bewegte Teil danach waren angeblich sehenswert. Vielleicht bekomme ich noch ein Video.

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