Weihnachten mit Corona
Dreh dich nicht um, ah, ah, ah, das Virus das geht um… So könnte ich singen. Erst Andrea, dann Eva, dann Rino, jetzt ich. Aber der Reihe nach. Mitte der Woche früh zu den Kindern. Linda musste arbeiten, Andy ins Büro. Luis, der gern bestimmt, was wiederum Emilia auf die Palme bringt. Versuch zu mäßigen, scheiterte. Das Zimmer zu verlassen war die wahre Lösung. Harmonisch und demokratisch spielten sie. Donnerstag brachte Andy die Kinder Vormittag. Er ist im Moment sehr gefordert, mit neuen Projekten und meetings. Irgendwie war ich erschöpft, hatte auch so schlecht geschlafen. War es der irre Wind, oder schon der Vorbote des Virus? Die Playmobilfiguren von Heike kamen voll zum Einsatz, ohne Streit. Im Keller ihre Lieblingsspiele geholt und das Kinder-Kaffeeservice von Ikea. Luis und ich waren die Gäste, Emilia die Wirtin. Rosinen, Schokoflocken, Salzstangen und Wasser gab es in dem Lokal. Luis zahlte immer mit Karte. Am späten Nachmittag wurden die Kinder abgeholt. Ich war ziemlich k.o., das Virus schon im Körper. Getestet, negativ. Samstag, 4.15 Uhr, da spürte ich ganz deutlich, ich bin positiv und so war es auch. Drei Impfungen, drei Infektionen. Mit Maske zu Edeka und in die Apotheke, da kamen auch schon die bekannten Symptome. Neu bei dieser Infektion war eine Kreislaufschwäche, kurz vor einer Ohnmacht, die ich nur durch sofortiges Hinlegen verhindern konnte. Eva, die oft ohnmächtig wird und schon einen routinierten Umgang damit hat, legte sich gleich auf den Boden. Heiliger Abend! Linda kam mit Familie, bis zum unteren Treppenabsatz, mit den Geschenken für mich und holten meine Geschenke ab. Würstchen mit Kartoffelsalat gab es mit dazu. Kleiner Ratsch am Fenster. Emilia, die so traurig war, weil ich alleine Weihnachten feiern musste, war wieder Kind, dass sich auf das Christkind freute. Am späten Nachmittag rief Linda an. Via FaceTime konnte ich, mich vorher noch in Schale geschmissen, an der Bescherung teilnehmen. Ich hatte auf die Schnelle die Vase mit den Seidenkiefern, dem leuchtenden Zweig mit meinen wenigen Weihnachtskugeln geschmückt und die Geschenke darunter gelegt. Dank der Technik konnte ich teilhaben und, ich muss sagen, es war angenehm und völlig stressfrei. Frohe Weihnachten! 🎄
Du hast es toll gemeistert und gar, um die Traurigkeit der Kinder zu mildern, per Facetime für Budenbzauber gesorgt! Vielleicht muss „man“ krank werden, um Weihnachten mal anders zu erleben? Uns kommt hier Annas Kranksein entgegen – nie ist es gemütlicher gewesen! Und ganz wichtig: wie liebe ich eure Spiele und das, was du dazu schreibst!
Dass man das Virus so deutlich spürt, wenn man es hat, ist echt interessant. Dank facetime konntest du an der Bescherung teilnehmen und warst dann nicht allein. In diesem Fall ist die Digitalisierung ein Segen. Vielleicht helfen die Impfungen jetzt beim schnellen Gesundwerden.
Corona an Weihnachten und schon ist alles anders! Wie gut, dass wir digital Abhilfe schaffen können und die Begleiterscheinungen vom Kranksein dadurch abgemildert werden können!