Ein ganz normaler Urlaub

TENERIFFA… mit den kulinarischen Besonderheiten will ich anfangen: Auf dem Hin- und Rückflug gab es Miso-Suppe für.4,50€. Mal ein Becher fast food, warum nicht? Besser als die Riesensandwiches, die nach labberigem Semmelteig aussahen. Die Besonderheit betraf das Holzbesteck, das dazu geliefert wurde und für ein gesittetes Essen unbrauchbar war. Nicht nur ich fand die Suppe attraktiver, rechts und links wurde sie auch bestellt. Und so saß nicht nur ich Nudeln schlürfend da. Ein Bild für Götter mag das gewesen sein, die paar Urlauber eingeklemmt in die engen Sitze der Maribu-Airline, mit einem Becher heißer Suppe kämpfend. Auf der Insel wurde es nicht wesentlich.besser. In dem Ort, in dem wir wohnten, hatten die im Reiseführer empfohlenen Restaurants geschlossen. Es gab zwei Bistros, in denen immerhin schmackhafte Imbisse angeboten wurden. Die gute kanarische Küche, die ich auf Gomera und Lanzarote schätzen gelernt hatte, wurde hier wohl in Orten angeboten, die wir nicht aufsuchten. Immerhin kochten wir an einem Tag Nudeln mit Tomatensauce in der Ferienwohnung …ansonsten gab es viel Schönes, eine wunderbare Landschaft, Meer, schwarze Felsen und weiße Häuser im maurischen Stil, Bananenplantagen und Palmen überall, einen blauen Himmel und sanfte, warme Luft, die mich vor allem dann wunderbar umwehte, wenn ich am schwarzen Sandstrand lang spazierte. Es gab auch Störendes: den ständige Verkehr, die vielen Autos, die fehlenden Fahrrad- und Fußgängerwege, dass Maren bereits ab dem zweiten  Tag hustend und fiebernd das Bett hüten musste und dass ich, sobald sie wieder auf den Beinen war, über einen Bordstein stolperte und mir den Fuß verstauchte. Ein ganz normaler Urlaub! In der Vergangenheit hatte ich viele Urlaube erlebt, von denen ich erholt und erfüllt zurückgekehrt war. Dieser gehört nicht dazu. Aber Maren und ich waren friedlich miteinander und wir hatten eine Woche auf einer zweifellos schönen Insel mit blauem Himmel und viel Wärme und Licht.

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Klingt doch eigentlich erholsam, wenn da nicht der verstauchte Fuß und das Fehlen von offenen Restaurants und von Kultur wären. Welcome back. Hier hast du beides wieder zuhauf.

  2. Heike sagt:

    Ich könnte mich ausschütten vor Lachen…wenn es mir nicht leid täte um den Fuß, das Fehlen kulinarischer Freuden, den Lärm, den Verkehrstrass. Natürlich, blauer Himmel und laue Lüfte sind was Schönes und wenn man im Winter Frühling will, geht es nur per Flugzeug eingeklemmt und im Verein Nudelsuppe schlürfend.

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