Leicht Erkältung, Austausch unter Kollegen innerhalb der Familie, Fitness, Besuch von Bertin in Schliersee, Symphonieorchester

Meine Woche war geprägt von einer Erkältung, die sich nicht ganz entfaltet hat. Die meiste Zeit hatte ich Halsweh und hüstelte etwas. Es war aber Grund genug, zwei Verabredungen am Abend abzusagen und statt dessen zu Hause zu bleiben. Mittwoch mittags war ich trotzdem bei Sören, nachdem ich in Schwabing einen Hautarzttermin hatte. Der Hautarzt meint, dass ich mir das Muttermal am Bauch weg schneiden lassen sollte, was mich seit einiger Zeit durch Jucken und Rötung stört. Er selber hält es nicht für gefährlich, aber rät trotzdem dazu. Ich muss darüber noch mal nachdenken. Bei Sören war es wieder vertraut und zugewandt. Mit Maja sprachen wir drei über Psychotherapie und ich hatte ein Gefühl des Austausches unter Kollegen, was ich so noch nicht mit den beiden hatte. Das war eine schöne Erfahrung. Am Freitag bin ich gleich mit Sportzeug zur Arbeit, um direkt nach Feierabend ins Fitnessstudio zu fahren. Dadurch wollte ich den Schweinehund überlisten, was auch gelang. Danach fuhren Hubert und ich mal wieder nach Schliersee. Freitag war es noch trüb und kalt. Wir heizten das Haus und kochten Pasta. Dafür wurde es dann am Samstag richtig frühlingshaft. Es besuchten uns Bertin und seine neue Freundin, die ich inzwischen richtig klasse finde, nachdem ich sie anfangs befremdlich fand. Wir holten sie vom Bahnhof ab und gingen ein bisschen am See spazieren und landeten schließlich im Milchhäusl, wo man sehr angenehm in der Sonne sitzen konnte mit Kaffee und Kuchen. Danach fuhren wir zum Haus und besprachen mit Bertin, wie wir uns den Umbau des Schlafzimmers unter dem Dach vorstellen. Er hatte damals, als der große Umbau 2006 war, schon ganz viel in dem Haus als Schreiner gearbeitet und kennt sich bestens dort aus. Nach der Planung saßen wir zusammen, zunächst mit Aperitif, später am Esstisch mit geräuchertem Saibling, Ofenkartoffeln und Salat. Später noch Käseplatte und Rotwein. Ein gelungener Tag war das. Heute dagegen Austausch des neuen, kürzlich erstandenen Fernsehers gegen den alten. Ich wäre ohne Hubert bei solchen Arbeiten komplett aufgeschmissen, peinlich. Leider war auf dem Rückweg nach München ein Unfall auf der Autobahn und ewig langer Stau. Wir kamen gerade noch rechtzeitig, um uns schnell umzuziehen und in die Isarphilharmonie zu rasen. Dort hatten wir für 15:30 Uhr Karten für ein Konzert des Symphonieorchesters aus Kiew, deren Musiker seit dem Krieg in der Stadt Gera untergekommen sind, dort wohnen und proben. Hinzu kam dann eine junge Belgierin an der Klarinette, die auch optisch was hermachte, ein Glitzerkleid, das nur halb die BH-freien Brüste verdecken konnte und 10 cm hohe Pfennigabsätze, ziemlich gewagt, aber sie konnte unwahrscheinlich schön Klarinette spielen, begleitet von dem Symphonieorchester. Jetzt marschieren wir noch zum Italiener um die Ecke für eine Pizza, nachher rundet dann der Tatort das Wochenende ab.

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4 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Bei fast allem, was du scheibst, möchte ich schreiben …ohja, verstehe ich, kenne ich, hatte ich auch. Also nicht den neuen familiär-kollegialen Austausch, nicht das Fitnessstudio (trotz Erkältung?!) – nicht Bertin – ich hatte vergessen, dass er schon viel bei euch oder Hubert gemacht hat, das ist toll! Der Auftritt der Kiewerin erinnert an die – solang ich da mal reingeschaut habe – penetrant-ordinären Auftritte mancher Länder bei Eurovisionswettbewerben. Schade, aber es schließt Können nicht aus. Erfüllte Tage!

  2. Renate sagt:

    Trotz latenter Erkältung doch bewegte Woche. Die belgische Klarinetteistin erinnert mich an die osteuropäischen Artistinnen im GOP. Schliersee im Frühling, Kaffee im Milchhäusl in der Sonne, ein Traum.

  3. Beate sagt:

    München hat derzeit mal wieder viel zu bieten. Das Symphonieorchester aus Kiew wollte ich mir auch anhören, an dem Termin, an dem ich Zeit hatte, waren die Plätze vergeben und dann kamen Fuß und Bingen dazwischen. Es ist schon ein Blickfang , wenn eine Musikerin als schillernder Paradiesvogel auf der Bühne steht und dann noch so virtuos ihr Instrument beherrscht!

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