Kurztrip, Kinder in der Kiste und Schmetterlinge

Es ist nicht zu glauben wieviel Zeit ich auf Bahnsteigen zu Beginn dieser Woche verbracht habe. Den ausgewählten Zug, wegen S-Bahn Verspätung nicht erreicht. Auf zum nächsten Bahnsteig. Dieser Zug kommt voraussichtlich 20 Minuten später. So war es auch. Bad Wörishofen war mein Ziel. Mit dem Taxi zum Vitalhotel Sonneck, etwas außerhalb gelegen. Durchgefroren vom Bahnsteigstehen mit einem Buch in die warme Schwimmhalle. Gut aufgewärmt zum Abendessen. Nächster Tag ohne Regen. Vom Hotel eine Allee entlang, durch den Kurgarten, vorbei mit Wehmut am Kneippianum, das jetzt die Heiligenfeldklinik beherbergt, in das Zentrum von Bad Wörishofen. Dieses nichtssagende Städtchen, dass ich durch die vielen Male des Hierseins so gut kenne, gab mir ein Gefühl von Freude und Wohlbefinden. Vieles gibt es nicht mehr. Auch das Sebastianeum wurde von den Brüdern veräußert, was bei Einheimischen für Unverständnis sorgt.  Baustellen und geschlossene Läden, andere Geschäfte, schon ewig am Ort sind noch da. Zurück ins Hotel, im Schwimmbad die Einzige im Wasser. Danach Kaffee ohne Kuchen auf der Terrasse, bei herrlichem Sonnenschein. Mittwoch Abreise. Emilia am nächsten Tag abgeholt. Sie liebt es Geschichten aufzuschreiben, die sie mir im Café vorlas. Zu Hause setzten sich beide Kinder in eine riesige Pappkiste. Klappten die reingeschnitzten Fenster auf, die ich zackig wieder zuschlug. Sie hatten großen Spaß an diesem simplen Spiel. Abend mit Christa und Eva in das Nationaltheater, Ballett  „Schmetterlinge“. Für Eva und mich war es das zweitemal, wieder begeistert, andere Dinge wahrgenommen als beim erstenmal. Wochenendeinkauf, Wohnung geputzt, gebacken, SZ gelesen, Englisch gelernt. Schreibgruppe ist heute bei mir.

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2 Antworten

  1. Heike sagt:

    Kinder in der Kiste – klingt schön! Emila liest ungern, aber eigene Geschichten doch? Das kommt „der Sache“ schon näher; schön, oder? Ich hab mich gewundert, was du an Wörishofen liebst – es ist wirklich fad, aber gerade das kannst es genießen. Ich frage mich, ob die Heiligenfeldklinik konzeptionell mit „meiner“ zu tun hat.

  2. Ines sagt:

    Bist du alleine für 3 Tage ins Hotel in Bad Wörishofen gegangen? Was du über die Entwicklung der Stadt schreibst, ist deprimierend. Vielleicht bringen die Patienten der Heiligenfeld Klinik etwas Farbe in den Ort.

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