2024-07-21- Am Atem scheitern – Kreislaufkollaps nach Schwimmauftakt – Rauswurf bei Zuchtmeisterin – 3 x Lebenselixier

Letzten Samstag fiel mein Besuch bei der ExStudienKollegin aus, weil ihre Tochter aus Nürnberg kam. Ebenso unsere neue Verabredung am heutigen Sonntag – Atemnot, Schwäche, Hitze bestimmen alles. Stattdessen letzten Samstag Japangarten mit Renate („bewusst, dass dieser Augenblick nie wiederkehren wird!“). – Sonntag SingSang im Kreativquartier mit Rahel Comtesse (aus Heides Orbit) – leider kein CircleSinging. Stippvisite beim Pfarrfest, um den neuen Kirchenmusiker zu inspizieren. – Montag Eröffnung der Schwimmsaison per Fahrrad. Wie schonmal, aber noch heftiger, auf den letzten Kilometern Schwächeanfall, von dem ich mich erst abends erholt habe. Schwere Arme, Blutdruckabfall, schwarz vor Augen, hechelnde Atmung – ich konnte mich kaum mehr ins Bett schleppen. Sonnenbrand trotz Schatten – Sonnenstich? Füße hoch und Wasser war nicht genug. Anruf der Ärztin: sofort Antibiotika gegen Blasenentzündung abholen – erstmal ignoriert. Ich wollte meinen Termin (Do.) abwarten, vielleicht ist bei ihr noch nicht durchgesickert, dass das chronisch ist? Vielleicht hat diese Entzündung, nach der gesucht wird, diesen banalen Grund? – Abends wieder auf dem Posten – Aetas auf der Terrasse: Thema Garten. – Dienstag Vorbereitungstermin: Magen-Darmspiegelung. Danach Herr Diemer – kaum Behandlung mitgekriegt, so angeschlagen – trotz Ruhebedürfnis quirliges Gespräch. Seine Erfahrung mit traumatisierten Männern, meine vom Gefängnis. Tribeca mit Königs, einem treuen Ex-Gäste- Ehepaar – so nett! Nach knallendem Gewitter in der Nacht wieder Sonne. Mit ihr muss ich den Umgang üben, wieder zum Hut greifen?! –  Mittwoch„Trost der Dinge“ mit „Ella“ im Anschluss. Ängstlich aufgrund anderer Caféerfahrungen: diesmal ungestört wie nie.„Fenster zur Kunst“ ergiebig miteinander! Kurze Rückkehr nach Hause, Michael kam noch später von seiner ehemaligen Zeichenlehrerin; so rannten wir am Ende los, hatten Hunger, aber keine Zeit – Imbiss in Eile am Stachus – Gift! Blechschaden im Brunnenhof. Die Karten zu weit weg von der Bühne, Akustik schlecht, so sprang der Funke nicht über. Auch ist Michael nicht der Typ für einen Clown wie Bob Ross, die Stühle für uns Folter – also vorzeitig gegangen.

Am Donnerstag kam mir meine Ärztin wieder blöd. Vorwiegend wollte sie mich eventueller „Ungereimtheiten“ überführen. Dann rechnete sie mir die Zeit vor, die sie mit einer „komplizierten Patientin“ wie mir für 29€ brutto/ Quartal vertut. Stocksauer, weil ich bei eklatantester Blasenentzündung nicht die Antibiotika genommen habe; ob ich glaubte, sie würde aus Jux und Tollerei bei mir auf AB sprechen? Ich sollte nächsten Mittwoch wiederkommen – Darmvorbereitung! Da könne ich ohne Weiteres kommen, auch am Tag der Spiegelung selbst noch kurz davor, wenn sie das sage. Ob ich glaube, andere seien nie krank. Patienten würde immer denken usw. usf. Ich sei Rentnerin und hätte Zeit. Da platzte mir gehörig der Kragen: Moment mal – jetzt ist aber Schluss! Was wissen Sie, was ich tue?! Gar nichts! Sie haben doch keine Ahnung. Und: Ich kann erwarten, dass Sie auch mir zubilligen, ein denkender Mensch zu sein. Jetzt ist auch das vorbei. Da sie mir die Aushändigung meiner Blut- und sonstigen Werte „ohne Besprechung“ verweigerte, habe ich meine Akte per Einschreiben angefordert. Zum Lungenfunktionstest und sämtlichen anderen Ergebnissen hat sie nichts mehr gesagt. Die Zeit verstrich über ihren Vorhaltungen wegen der Blase. Auf dem Bildschirm stand: leichte Obstruktion, geschätztes Lungenalter 85 Jahre (!!). Ich stehe jetzt ohne Medikament da, und offenbar ist das unverantwortlich. Gottlob habe ich die nächste Ärztin noch nicht abgesagt.

Samstag Praxis-Schreibgruppe – diese Dinge wirken bekanntlich auf mich wie Rundumerneuerung mit Lebenselixier. Im Anschluss zum üblichen, 3-4-wöchentlichen Oberstress mit Aufräumterror vor Putzaktion – jedesmal ein Albtraum – diesmal insbesondere in Hinblick auf die LiteraTüren. Bis dahin dürfen wir nichts mehr anrühren! Mcihael sagt, dann müsste ich uns ein Hotel buchen! Während der Aktion in „ein Stückchen vom Kuchen“ ins City ausgewichen….hat gut gefallen. – Sonntag zweiter Anlauf zum See – diesmal ohne Zusammenbruch.

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4 Antworten

  1. Ines sagt:

    Unfassbar, wie sich die Ärztin benommen hat. Klar, dass sie dir nicht so kommen kann. Ist das denn die Ärztin, die anfangs verständnisvoll war? Jedenfalls richtig Mist, wenn du dich jetzt wieder auf jemand neues einstellen musst. Lungenalter hab ich noch nie gehört. Schön, dass der 2. Anlauf zum See gut gegangen ist.

    • Heike sagt:

      Ja, reizend, verständnisvoll, aber bereits beim zweitenmal war ich hinterher in Tränen aufgelöst. Ein Ohr auf die, die mir seit Jahrzehnten von ihr erzählen (tolle Ärztin, „Leben gerettet, aber unberechenbar bis unverschämt) sowie ein Blick in die Kommentare (bodenlos) zeigt mir, dass ich nicht allein bin. Es war eben eine Notlösung wegen der permanenten Schmerzen und weil der Online-Termin bei der anderen nicht geklappt hatte. Lilly hat mir zugeraten, es sei doch nur für das einemal und mich gleich vorgewarnt. Sie hat auch schon oft geheult.

  2. Beate sagt:

    Ohne Zweifel: Du brauchst eine neue Ärztin ! Gerade, wo Du gesundheitlich nicht gut beieinander bist. Diese Einstufungen, wo man gerade kräftemäßig steht als sei man eine „40“, „59“, „100“ jährige, das habe ich schon vorher gehört – es zieht einen doch nur runter! Unser Schreibnachmittag war so schön!

  3. Renate sagt:

    Die Ärztin war von Anfang an nicht ganz koscher. Lungenalter sagt mir gar nichts. Irgendein Alter, außer dem echten gibt es. Sind es die Knochen, Gelenke oder ist es die Fitness auf dem Ergometer? Die Strecke zum See ist ein ordentliches Stück zu radeln und dann die Hitze, da kann der Kreislauf schon schlappmachen.

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