Schöne Welt…, Goethe und der Mops und die Katze

„Schöne Welt wo bist du“? Aus dem Liederzyklus von Schubert. Eines meiner Lieblingslieder. Wie passend ist dieses Lied gerade in unseren Zeiten, und das wirklich weltweit. Meine Welt ist, nach Rückkehr zur selbstverordneten Ruhe, wieder so wie ich sie gerne habe. Mit einfachen, alltäglichen Dingen ausgefüllt, ohne ständig einen nächsten Schritt voraus zu sein, was mir gar nicht bekommt. Von Roswitha, meiner Yogalehrerin, Übungen gegen Schlafmangel bekommen. Alle vorwärtsgeneigten Übungen und ein Punkt an der Fußsohle, den ich immer wieder vergesse. Goethe bei Martha gelesen. Ein erfüllter Nachmittag. Zumal mir der Text diesesmal eingängig war. Bei manchen Lesungen tat ich mir schwer zu folgen und den Text zu kapieren. Heikes Zusammenfassung ist mir eine große Hilfe. Zwei Tage in dieser Woche hatte ich die Kinder. Donnerstag war Emilia schon zu Hause. Sie ging nicht zum Nachmittagssport, weil sie seit Tagen starke Rückenschmerzen hat. Termin beim Orthopäden ist am Montag. Freitag fuhren Linda und Andy nach Rosenheim, zu Beisetzung von Andys Oma. Luis spielte hingebungsvoll und ausdauernd mit seiner Katze und dem Mops. Die Katze hat er selbst genäht, den Mops im Schlafsack hat ihm Emilia genäht. Der Katze brauchte auf ihrem rot/weißen Lätzchen ein FCB Emblem. Mein erster Versuch ging schief, die Schrift war falsch herum. Es gab noch Stoff und der zweite Anlauf gelang. Ich machte den Kreis und die Schrift und Luis die weiß-blauen Rauten. Hochkonzentriert war er. Ein Bett, nach dem Vorbild von Emilias Bett für ihre Mäuse, musste es auch für Katze und Mops sein. Emilia verzieht sich meist erst in ihr Zimmer und hört Hörbuch. Später kam sie und wir spielten Scrabble. Der Heimweg zog sich, da es krasse Verspätungen auf allen Linien gab. Inge am Fahrradständer getroffen, nur kurz geratscht, bei schneidendem Wind zu Vollcorner geradelt. Eva rief völlig genervt von Mama aus an. Das Warmwasser spinnt, was bedeutet dass ich am Montag Herrn Gruber anrufen muss. In solchen Momenten denke ich, dass ein Heim uns zumindest vor solchen Aufgaben befreien würde.

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3 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Dein Blog fängt schon soooo beschaulich an. Schöne Welt – so klingt auch deine Woche bis auf das Ende. Wie die Kinder spielen, allein das zu lesen ist Balsam – und auch köstlich. Ich hoffe, du entsorgst nie deine Beiträge und machst den Kindern daraus eines Tages ihr persönliches Büchlein. Wenn sie einmal erwachsen sind werden sie erfahren, nicht nur wie, sondern WER sie einst waren. Die selbstgenähten Sachen, das FC-Bayern-Emblem – alles zu köstlich. Und Emilia, die sich erstmal zurückzieht. Hätte ich mein Puppenbett nur nicht dem Kind meiner neuen Mieterin geschickt (wie hieß das Kuscheltier ihres Sohnes nochmal?) – bei euch wäre es gerade jetzt gebraucht worden.

  2. Ines sagt:

    Das Leben in der Gegenwart zu leben ohne dauernd in die Zukunft zu denken oder über Vergangenes zu grübeln ist wohl die schwerste Übung..schön, wenn es für kurze Augenblicke gelingt, vielleicht im Spiel mit den Kindern möglich. Rückenweh bei Emilia ist Mist. Hat das mit ihrer Rückenverletzung zu tun? Macht sie noch Physiotherapie?

  3. Beate sagt:

    ich bin sehr beeindruckt, wie viel guten Platz Yoga bei Dir hat! Und es ist immer wieder schön, was mit den Kindern so los ist, da werden die Sorgen um die Mutter kleiner davon.

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