Begräbnis, Weihnachtstage und ein guter Vorsatz

Die Woche begann mit klirrender Kälte und einem Begräbnis. Barbara und ich fuhren nach Friedberg, wo eine Cousine mütterlicherseits beerdigt wurde. Grabrede der Pfarrerin und Texte der Lieder, die der Chor sang, rührten nicht mein Herz. Eine evangelische Beerdigung, nüchtern, mit ehrlichen Worten, wertschätzend der Toten gegenüber. Sigrids beide Söhne würdigten sich keines Blickes ( ob das mit meinen Töchtern auch mal so sein wird?)die Enkel wirkten auch nicht grad sehr berührt. Schön war, dass Henning, der Sohn meines Cousins Reinhardt, mit seiner Familie aus Berlin gekommen war. Henning hat vor ein paar Jahren in München gewohnt und in der Zeit hatten wir viel Kontakt.
Und dann war Weihnachten! Wie in jedem Jahr gemeinsam mit Barbara in der Kirche, zuhause hatte Alina gekocht und Lili‘s Kuscheltiere in den Baum gesetzt. Am nächsten Tag hab ich bei Sirena vorbeigeschaut.
Am 26. abends war im Cuvillies Theater ein schöne Weihnachtskonzert. Am Tag darauf Treffen mit Ruth und Nearchos im Literaturhaus (wie jedes Jahr) und am Abend mit Sabine im Baadercafe. Diesmal war es mir zu laut in der Kneipe und Sabine ist mir auf die Nerven gegangen, sie hat sich erst über meine Töchter kritisch geäußert um danach ganz stolz zu erzählen, welch tolles Thema ihre Flavia für ihre Masterarbeit bearbeitet und mit was allem ihre Söhne ihr Freude bereiten. Im Nachhinein: Alles hatte Hand und Fuß und war gut für mich gemeint, aber ich werde jetzt die Rauhnächte pflegen: so wenig wie möglich arbeiten, mich nicht ablenken, schreiben, lesen, schlafen. Morgen fahre ich mit Alina und Lilli zum Chiemsee und lass es mir in Ruhe gut gehen

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3 Antworten

  1. Ines sagt:

    Die eigenen Kinder darf man selber kritisieren, aber wenn Freunde das machen, stört mich das auch gewaltig. Heilig Abend und Weihnachten scheint keine große Sache gewesen zu sein, zumindest verlierst du nicht viele Wörter dazu. Dann jetzt gute Erholung. Lili ist schon ein selbstverständliches Familienmitglied in eurem Frauenclan.

    • Beate sagt:

      Ich habe wohl so wenig geschrieben, weil ich wie auch in den letzten Jahren froh bin, wenn ich die Weihnachtstage hinter mich gebracht habe. Mein Wunsch, die ganze Familie um mich zu haben ist unerfüllbar. Aber es war sehr schön, dass Alina und ich uns gut vertragen haben und die Kleine hab ich so sehr ins Herz geschlossen!

  2. Heike sagt:

    Dass ein(e) Pfarrer(in) bei einer Beerdigung „das Herz anrührt“ halte ich für ein seltenes Ereignis. Erinnerst du dich, als unsere (ungeliebte) Klassenkameradin Hanna an Krebs starb? Was der Pfarrer damals von Auferstelung faselte, das hat mich schon als 12-jähriges Kind so abgestoßen und pei9nlich berührt, dass ich es jie mehr vergessen habe. Die zwei Söhne als gutes Beispiel dafür, dass ihr nicht allein seid. Übrigens geht von Jakobs Seite auch nichts mit Fabian, was ich schlimm finde, da er ja keinen „besseren Bruder“ mehr hat. Ein Wort von außen gegen die eigenen Kinder (oder auch Eltern) – geht gar nicht!!!

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