Silvester mit jungen Leuten und Mateo, viel Wäsche und Hausarbeit, Helfen macht froh, Me-Time steht an

Ich muss die Tage der letzten Woche aktiv rekonstruieren. Sie gehen ineinander über und verschwimmen in meiner Erinnerung. Am Montag sind wir nach der Mittagsbrotzeit nach Schliersee gefahren. Es gab vorher noch viel zu waschen und aufzuräumen nach der Geburtstagparty. Die viele Hausarbeit, insb. Einkaufen, Essen herrichten, Aufräumen, Betten beziehen, Wäsche waschen, umräumen etc etc durchziehen die ganzen Tage in dieser Woche. Am Dienstag reisten Maja, Bernd und Mateo mit einem befreundeten Paar aus Hamburg an. Das Paar kannten wir bereits vom Sommerbesuch. Sie ist die Influencerin, die für Inneneinrichtung in ihrem Instagramm Kanal Werbung macht, er ist der Trauzeuge von Bernd, ein Riese von Mann und unglaublich lieb und hilfsbereit. Anders als mein Schwiegersohn  Bernd, der sich gar nicht anbietet, war Nico sehr darauf bedacht, seinen Anteil an Arbeit beizutragen. Seine Freundin, die Influencerin Jojo, ist schwanger in der 30. Woche und hat sich öfters zurück gezogen. Am Dienstag waren wir alle zusammen im Ratskeller Abendessen und haben danach auf dem Wohnzimmerboden sitzend ein Spiel gespielt, das wir bereits an Weihnachten gespielt hatten (Hitster). Am nächsten Tag gingen Hubert und ich eine kleine Wanderung machen, während die jungen Leute sich für ihr Silvesterritual zurückzogen. Danach ging es dann bereits los mit der gemeinsamen Vorbereitung unseres Silversterabends. Es sollte Raclette geben. Der Tisch bog sich und das Essen zog sich, da Mateo lange brauchte, um in den Schlaf zu finden und immer wieder aufwachte. Irgendwann schlief er fest und wir spielten erneut das Spiel, das uns am Vortag so gut gefallen hatte. Die Männer und ich tranken sehr gute Weine, die beiden jungen Frauen natürlich ohne Alkohol. Ein Gespäch über Vorsätze für das kommende Jahr kam kurz in Gang, wurde aber bald wieder beendet. Ich kann mich nicht an die Gespräche genau erinnern, aber es war auf jeden Fall lebendig. Um Mitternacht wachte Mateo auf und erlebte sein erstes Silvester. in Decken gehüllt kurz draußen und später von der Chaiselonge aus. In Schliersee wird nur moderat geböllert und da sich alles in Seenähe abspielte, konnten wir mit Abstand die ansonsten sternenklare Nacht mit vereinzelten Feuerwerk von der Terasse oder durchs Wohnzimmerfenster anschauen.

Am nächsten Tag gemeinsames Frühstück und noch mal runter zum See marschiert mit Mateo in der Trage. So ein schönes Winterwetter hatten wir lange nicht an Silvester. Als alle wieder abgefahren waren, mussten Hubert und ich erst mal schlafen bevor es wieder zum Aufräumen, Betten abziehen und Waschen ging. Der 2. Januar diente der Erholung, Sauna und viel Schlafen und lesen. Gestern Wandern auf den Schwarzenberg. Am frühen Abend wollten wir in ein Lokal fahren zum Essen. Auf der Fahrt den Berg herunter hielt uns ein Paar an, das mit ihrem Mercedes stecken geblieben ist und vergeblich versuchte, das Auto wieder auf Spur zu bringen. Ungefähr eine halbe Stunde mühten wir uns gemeinsam ab, den schweren Wagen mithilfe von Fußmatten unter den Reifen und Anschieben zu bewegen, die Räder drehten immer wieder durch. Irgendwann war es geschafft, das junge Paar war unendlich dankbar und konnte gar nicht aufhören uns zu danken und ich musste feststellen, dass Helfen einen selber auch ganz froh stimmt. Das Essen im Lokal war mittel, so dass wir bald wieder heim fuhren, einen Film auf dem Sofa anschauten und wieder früh ins Bett. Ich habe schon lange nicht mehr so gut wie die letzten 3 Nächte geschlafen, mindestens 8 Stunden am Stück ohne aufzuwachen. Bestimmt tut mir auch die alkoholfreie Zeit gut, die im Januar gestartet hat. Heute keine Lust noch mal zu wandern, obwohl das Wetter gigantisch war. Wir packten zusammen, putzten das Haus und fuhren nach München. Hier natürlich auch wieder ausräumen und Wäsche waschen. Ich glaube, andere Leute haben nicht so viel zu waschen wie wir.

Insgesamt war alles in allem schön, von Weihnachten, Huberts Geburtstag und Silvester. Inzwischen kann ich aber etwas Zeit für mich alleine gebrauchen. Das ständige im Kontakt sein mit Hubert ist was Schönes, hält mich aber davon ab, nach Innen zu gehen. Auch wenn ich zwischendurch versuche, mich zurückzuziehen, funktioniert das meist nur kurz. Gerade fällt mir ein, dass man in den Rauhnächten nicht waschen sollte. Gut dass ich nicht abergläubisch bin, denn die Waschmaschine läuft quasi täglich.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

4 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Frag mal Beate, was die Frequenz von Waschmaschinen angeht!!! – Ich muss das alles nochmal lesen, weil ich durcheinander gekommen bin und quasi nicht mit in Schliersee war, euch in München verortet habe, um dann festzustellen, dass ihr draußen wart. Und klar, helfen macht froh, kostet aber manchmal Überwindung. Ich habe längst den Eindruck, das Hubert sehr hilfsbereit ist und finde interessant bis amüsant, welchen Unterschied du zwischen dem fremden jungen Mann und deinem Schwiegersohn feststellst! – Gerade frage ich mich, wie genau du den Schalter zur me-tine umlegst. Wie es bei dir passiert, dass du „nach innen“ gehst. Ich weiß das bei mir nicht so genau. Neulich war so ein Moment im Weihnachtskonzert, aber es hat sich nicht willentlich eingestellt.

  2. Ines sagt:

    Ich brauche für Me-Time ein Zimmer für mich allein, mein Tagebuch und einen Stift. Auch das Smartphone ist dabei, manchmal will ich etwas nachlesen. Es stellt sich durch die Me-Time nicht automatisch der Schalter auf Innenschau um. So genau kann ich das auch nicht sagen.

  3. Renate sagt:

    Gäste machen viel Wäsche. Hilfsbereitschaft bereichert einen selbst, ihr habt es bei dem jungen Paar erlebt, wie gut es sich anfühlt. Der riesige Mann hatte sicher das gleiche Empfinden. Deinen Schwiegersohn hat es anscheinend nicht angesteckt. Dass du nach soviel Action eine Zeit für dich brauchst kann ich gut verstehen.

  4. Beate Michl sagt:

    So ein schöner Trubel- ein geordneter, denn mit klarem Ablauf und Aufgabenteilung mit dem großen hilfsbereiten Nico und schöner Abwechslung gelingt das Dauerfest. Weihnacht und Silvester so schön beisammen zu sein wärmt die Seele

Antworte auf den Kommentar von Heike Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert