Ereignisarme Woche, Radeln am Morgen, faul am Samstag

Von dieser Woche gibt es äußerst wenig zu erzählen. Ich war jeden Abend sehr müde, auf dem Sofa fielen mir schon früh die Augen zu. Wie ein Stein geschlafen. Wenn ich morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit radele, ist es jetzt nicht mehr so dunkel. Obwohl ich mich immer etwas überwinden muss, mich morgens fürs Rad zu entscheiden und mich entsprechend des Wetters zu kleiden, bin ich jedesmal froh, wenn ich dann auf dem Rad sitze und die kalte Luft einsauge, den anbrechenden Tag begrüße und mich auf meine liebste Art bewege, vorbei an den armen Autofahrern, die im Stau stehen und sich mehr oder weniger aufregen. Wenn ich mal in Rente bin, muss ich mir morgens auch eine Routine überlegen, die mich morgens schon nach draußen zwingt. Es ist weniger die Bewegung als das Licht und die Luft, die mir so gut tut. Das Arbeiten ist im Moment nicht schwierig und macht Spaß. Die Stimmung im Kinderzentrum aber unterirdisch, da der finanzielle Druck immer höher wird und wir Behandler immer mehr Kinder sehen sollen, wobei die Qualität keine Rolle mehr spielt. Ich versuche mich nicht aufzuregen und mich den mir anvertrauten Patienten bestmöglich zu widmen. Hubert überlegt dauernd, wann er in Rente geht, dadurch beschäftigt mich das Thema auch ein bisschen. Ich denke derzeit, dass ich 2031 aufhöre zu arbeiten. Mal sehen.

Am Mittwoch war ich mal wieder bei meinem süßen Mateo. Erst Kochen und Essen mit Maja und Sören. Dieses kleine Familientreffen ist zwar vertraut und wir haben regen Austausch, aber bringt Maja nicht so viel freie Zeit, in der sie etwas für sich machen kann. Das hat sie dann am Donnerstag, wenn sie zum Sport geht, während Hubert und ich uns nach unserer Arbeit bei ihr einfinden und auf Mateo 1 1/2 Stunden aufpassen. Das klappt immer besser.

Gestern Fitness und am Abend mit Pfetscher zum Italiener und bei lebhafter Unterhaltung exzellent gespeist. Heute war so ein grauer und verregneter Samstag. Außer Markteinkauf, Zeitung lesen, Bibliothek, Brotzeit, Schläfchen und Tanzen üben nichts gemacht. Gleich kochen wir und ich bereite die Suppe für morgen vor, wenn ihr zum mir zum Schreiben kommt. Wie so oft denke ich, wir müssten mehr Kulturelles an den freien Tagen einbauen, mache es aber nicht. Ich nehme mir vor, dies zu ändern, wenn es Frühling wird. Einige Konzerte im März stehen schon fest.

 

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Das im-Sitzen-Einschlafen hat sich bei mir gebessert – vielleicht habe ich einen Tipp für dich? Finanzdruck allüberall ist einfach zum Kotzen, so schlimm, wie es sich auch bei euch auswirkt. Dass du eine neue Routine einführen wirst, daran habe ich nicht den geringsten Zweifel! Das ist genau das, was bei mir fehlt, schlimm. Donnerstag Mateo ist neu? Und lese ich richtig, dass es auch bei Maja um Sport geht?

  2. Renate sagt:

    Du hast noch etwas Zeit um neue Routinen einzuführen. Nach der Frühjahrsmüdigkeit, die auch noch kommt, wird das Einschlafen im Sitzen wahrscheinlich aufhören.

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