Doch nicht krank, „diese Lücke“, Durchhängen

Am Montag hatte ich am Nachmittag während der Arbeit das Gefühl krank zu werden. Mich fröstelte und es fühlte sich wie ein beginnender Infekt an. Ich sagte kurzerhand die Patienten für Dienstag ab und meldete mich krank. Am Abend wurde deutlich, dass ich mich getäuscht hatte und mich eigentlich gar nicht mehr so schlecht fühlte. Nun hatte ich also einen freien Dienstag, den ich mit etwas schlechtem Gewissen genießen konnte, lange im Bett liegen, lesen, schreiben und mit Schwester telefonieren. Ihr 31 jähriger Sohn, mein Neffe, der bis jetzt noch in seinem kleinen Kinderzimmer gehaust hat, wird endlich ausziehen. Das war eine echte Neuigkeit. Am Mittwoch war ich nur kurz bei Mateo, weil die Familie zu einer Beerdigung nach Kassel fahren wollte. Danach bei Hugendubl drei Bücher erstanden, eins für Mateo, eins für Maja und eins für mich. Um 17 Uhr war ich mit Hubert zum Kino verabredet. Wir schauten“ Ach, diese Lücke…“. Ich fand den Film richtig gut, nah am Buch und eine tolle Senta Berger. Es waren hauptsächlich ältere Menschen im Kino. Lag das an der Uhrzeit oder am Film? Donnerstag wieder Arbeiten und früh ins Bett. Freitag nach Arbeit und Fitnesstudio endlich mal wieder zum Schliersee. Am Abend im Ratskeller eine Fischpfanne für zwei gegessen, zum Platzen voll, schlecht geschlafen. Heute, Samstag, war so greisliches Wetter, dass wir den ganzen Tag daheim waren. SZ lesen, Urlaub planen, Sauna, Kochen, Fernsehen. Ein recht fauler Tag. Nachdem ich im Januar keinen Alkohol getrunken habe, ist jetzt Zuckerfasten angesagt. Bis jetzt war es nicht schwer. An den letzten Blogeinträge merke ich, wie wenig ich unternehme im Vergleich zu euch. Im Moment fehlt mir die Energie und die Inspiration. Wenn ich ehrlich bin, hänge ich ganz schön durch. Ich hoffe auf einen Energieschub, wenn der Frühling kommt.

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2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Ich glaube, dein Gefühl „wenig“ zu unternehmen erklärt sich durch extrem strammes Sportprogramm, ein ebensolches familiäres Leben und dein sehr enges Verheiratetsein. Man kann sich nicht für alles gemeinsam interessieren. Wo soll noch Luft für eigene Interessen entstehen? Arbeit findet auch noch statt! Gut, dass dein Anflug spurlos vergangen ist. – Ich glaube, der frühe Abend ist wirklich für die ältere Generation, hab aber auch von Jungen gehört, die im Film waren. Mich stößt die Zahnputzszene mit den Großeltern ab, so gezwungen lustig, die mochte ich schon im Buch nicht.

  2. Renate sagt:

    Ich finde du machst genug. Es sind einfach andere Sachen, aber doch eine Menge. Als Rentnerin ist mehr Zeit da, du arbeitest noch. Ich gehe auch gern Nachmittag ins Kino.

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