Resturlaub, Großfamilienauflauf rund um den 1. Geburtstag, Jarons Zukunftspläne, Warten auf de Energieschub

Jetzt komme ich gerade von der Schreibgruppe bei Heike nach Hause. Hubert hat inzwischen unheimlich viel im Haushalt und auf dem Balkon gemacht, unter anderem die alten Holzdielen von 2 Balkonen abgeschraubt. Er hat einen richtigen Energieschub, auf den ich noch warte. Am liebsten würde ich heute nicht mehr weggehen, aber beim Tanzkurs zu fehlen ist keine gute Idee, da wir zu viel verpassen würden.

Am Anfang dieser vergangenen Woche hatte ich Montag und Dienstag meine Resturlaubstage genommen. Montag tagsüber dies und das gemacht und für den Besuch von Bernds Bruder Timo mit seiner Frau Julia abends gekocht. Die beiden sind für den Geburtstag von Mateo angereist, wollten eigentlich bei uns drei Nächte schlafen. Da Bernds Eltern die Reise kurzfristig wegen Verdacht auf Schlaganfall bei Bernd Vater nicht antreten konnten und ihr Hotel nicht mehr stornierbar war, konnten die beiden jungen Leute in das Hotelzimmer der Eltern, worum ich ganz dankbar war, da ich in meinem Resturlaub gerne die Wohnung für mich haben will. Mit den beiden ist es jedenfalls so nett, dass sie uns zu ihrem Hochzeitsfest im Sommer eingeladen haben.

Am Dienstag war dann der Geburtstag von Mateo. Ich war schon zum Frühstück dort und war ganz gerührt, wie schön der Tisch gedeckt war und das Zimmer für den Geburtstag dekoriert mit Luftballons und Kerzen, Mateo mit Krone und bezaubernd. Zwischen Frühstück und Abendfeier fuhr ich nach Hause, putzte unsere Wohnung und ging ins Fitnessstudio. Um 17:30 Uhr fanden sich dann die Gäste bei Mateo ein. Auch Jaron war extra angereist, und Sören kam mit seiner Freundin sowie zwei von Majas Freunden. Insgesamt ware es 11 Menschen, die um den Kleinen herum saßen und ihm dabei halfen und zuschauten, wie er seine Geschenke auspackte und und damit spielte. Später machten wir Pizza. Insbesondere Sören, Yvonne und ich rollten den gekauften Teig aus und belegten die Pizzen. Mit Yvonne, Sörens alter und neuer Freundin kann man Spaß haben. Alle waren guter Dinge und auch Mateo schien es zu genießen, dass so viel Leben in der Bude war. Irgendwas ist mir allerdings nicht bekommen und ich musste mich zwischendurch mit Magenschmerzen aufs Sofa legen, wobei das in der familiären Stimmung nicht störte.

Auch am nächsten Tag war Großfamilienauflauf angesagt. Nach dem Yoga fuhr ich noch mal zu Maja und Familie, wo ich wieder auf Bernd Bruder und Frau traf. Dann kamen noch Sören und Jaron und ich machte für alle 7 Personen Käsespätzle und Jaron und Sören den Salat. Nachmittags gingen wir noch mit Mateo spazieren. Schließlich noch einmal Mateo am Donnerstag nach der Arbeit, gemeinsam mit Hubert babysitten während Maja beim Sport war. Es  wäre nicht nötig gewesen, da Jaron und Bernd auch da waren, aber so konnten wir uns noch mal verabschieden, denn die junge Familie ist am Freitag nach Gran Canaria in den Urlaub gestartet.

Freitag erst Blutabnehmen beim Hausarzt, dann Arbeit, dann Fitness und zum Italiener. Später kamen Barbara und Stefan von unten zu uns und wir leerten noch eine Flasche Wein und redeten hauptsächlich über deren jugendliche Kinder, der eine ist autistisch, der andere hat keine Freunde und unternimmt nie etwas, nicht einfach für Eltern das auszuhalten.

Samstag erst Fahrrad putzen und Balkonkästen leeren. Am Nachmittag trafen wir uns mit Jaron in der Stadt bei Christ, weil seine geschenkte Uhr nicht ganz richtig geht und reklamiert werden musste. Wir schlenderten mit ihm noch durch die übervolle Stadt, tranken draußen einen Kaffee beim Rischart mit Blick auf den Viktuelienmarkt und zeigten ihm noch das „Eataly“, das er noch nicht kannte. München kam mir extrem geschleckt und die Menschen unwahrscheinlich reich vor. Zum Teil standen die herausgeputzen jungen bis mittelalten Schönlinge auf dem Gehsteig und tranken ihren Aperol. Wir nahmen Jaron mit zu uns, wo wir den Abend über redeten, tranken, kochten und ein bisschen Nockherberg schauten. Jaron öffnet sich mit Wein im Blut insbesondere gegenüber Hubert. So erfuhr ich, dass er unbedingt eine Frau finden möchte, die auch Kinder haben will und dass er in München jetzt richtig Wurzeln schlagen will, damit er in der Nähe von uns „Großeltern“ sein kann, was ihm viel bedeutet. Das ist insofern erstaunlich, dass er die letzten Jahre niemals von sich aus angerufen hat und meist erst Tage später auf Whatsapps antwortet. Ich hatte schon vermutet, er mag uns nicht.

Heute dann Schreibgruppe um 11 Uhr bei Heike. Ich fahre mit dem Rad, um etwas Bewegung zu haben. Der Frühling kann kommen. Ich warte noch darauf, dass die Frühjahrsmüdigkeit weicht und ich einen Energieschub bekomme..

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …

2 Kommentare

  1. Heike sagt:

    Da hast du viel erlebt diese Woche. Mateos Geburtstag habe ich gar nicht mitbekommen! Wie du es schaffst, zu arbeiten, zu tanzen, zu putzen und dann noch soviel Familie, das ist mir ein Rätsel. Dass dazwischen Ruhebedürfnis entsteht ist verständlich. Bei den Russen ist andauernd Gesellschaft, Ball bei der feudalen Gesellschaft, Besuch beim Fußvolk – da frage ich mich immer, wann sie noch zum Schreiben gekommen sind. Mateo eingebettet von allen Seiten. Was du über deine Müdigkeit schreibst findet sein pendant bei mir in unglaublicher innerer Unruhe. Und dann Jaron…

  2. Beate sagt:

    Mateo ist schon1Jahr alt! Wie schön, von dem Geburtstag rundum zu lesen! Für Dich ein Baden in Fülle und die Erschöpfung kommt auf dem Fuß. Frühjahrsputz hat begonnen…!

Antworte auf den Kommentar von Beate Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert