Besuch in Aham mit kompletter Familie, Schwesternwochenende, Mottoparty auf der Reeperbahn
Zwei Ereignisse waren in der Woche bemerkenswert. Zum einen der Besuch in Aham (beim Uropa Rolf) am Mittwoch. Geplant war, dass ich mit Jaron, Maja und Mateo dorthin fahre. Kurzfristig hat sich Sören dazu entschlossen mitzufahren, was insofern bemerkenswert ist, als dass er aufgrund von Zerwürfnissen mit seinem Vater und der Gemeinschaft nie wieder einen Fuß in dieses Haus setzen wollte. Der inzwischen 88-jährige Rolf war überglücklich und auch aufgeregt, uns inklusive Sören zu empfangen. Alles war so schön vorbereitet: das Essen, die Blumen, der Hochstuhl und die Spielsachen für Mateo, alles sehr liebevoll. Als wir am späten Nachmittag heimfuhren, waren wir uns einig, dass es gut war und wir einen Besuch im Sommer wiederholen wollen.
Das zweite Highlight war das Wochenende in Hamburg. Meine Hamburger Cousine und ihr Mann hatten zu einer Retro-Party eingeladen, die in einer Location auf der Reeperbahn geplant war. Da unsere Männer keine Zeit hatten, traf ich mich am Freitag Abend mit meiner Schwester in Hamburg. Praktischerweise konnten wir in Luisas Wohnung übernachten und so das Geld fürs Hotelzimmer sparen. Samstag tagsüber in der Stadt und am Hafen rumgelaufen und endlich ein Kleid für mich für die bevorstehende Hochzeit gefunden. Am Abend startete die Mottoparty in einer Szenelocation, zu der wir uns ein wenig verkleideten. Mit den anderen Verwandten und Freunden tanzte ich bis mir die Knochen weh taten. Der Abend war nur tanzend auszuhalten, denn die Musik war so laut, dass man sich nur schreiend unterhalten konnte. Mit meiner Schwester war es wie immer. Vertraut und auch etwas anstrengend. Jetzt sitze ich im Zug nach München, der mit 30 Minuten Verspätung ab Hamburg losgefahren ist. Auf meinem reservierten Platz waren saufende, laut grölende und Musik hörende Junggesellen um mich rum. Zum Glück konnte ich einen anderen Platz in einem ruhigen Abteil ergattern.
Wie schön, dass ihr „komplett“ in Aham wart und es auch ohne neuerliche Verwerfungen über die Bühne ging. Das ist – hoffentlich – heilsam und bleibt es auch! Sörens Bitternisse sind meist anhaltend und wiederkehrend aus meiner Sicht, insofern ist vorsichtiger Optimismus das Gebot der Stunde. Irgendetwas daran kann ich nachvollziehen, auch wenn ich hoffe, selber nicht ganz so krass zu sein.