Krakau, Hitze und Blockade
Ich beginne mit unserem Flug nach Krakau. Eine schöne Stadt unter vielen. Interessante Bauten und ein lebhaftes jüdisches Viertel. Sehr viele Menschen, vor allem junge Menschen. Auf der Burg Menschenmassen, auf dem Marktplatz steht Schirm an Schirm. Wir sind tausende Schritte täglich gegangen. Rückflug mit zwei Stunden Verspätung. München bereitete uns einen heißen Empfang. Mein erster Weg führte zu Edeka, weil Eva und Christa nur von Wurstsalat schwärmten, den sie sich zu Hause machen werden. So auch ich. Diese Hitze kaum auszuhalten. Nur rasch mit dem Rad zu Vollcorner, am nächsten Tag. Traudl hat in ihrem Haus 32 Grad. Das erste Bisphosphonat genommen, die sogenannten Stehtabletten. Eine halbe Stunde durfte ich mich nicht hinlegen, da es eine Säure ist, die dann die Speiseröhre verätzen würde. Sympathischer Gedanke! Friseur, mit, wie soll es anders sein, S-Bahn Chaos. Als Münchnerin kenne ich Gott sei Dank mehrere Möglichkeiten heimzukommen. Luis hat mich am Donnerstag rührend mit kühler Luft versorgt, die er mir mit dem Fächer unter den Rock und in den Ausschnitt wedelte. Keine Hausaufgaben, kleine Fußballtubde in der Diele. Die nächsten Tage hatte ich höllische Schmerzen an der Rippe. Rippengelenksblockade, soll das sein. Ohne Ibu nicht auszuhalten. Termin bei einem neuen Orthopäden ausgemacht. Viel gelegen. Das Fest von Ines haben wir abgesagt, aufgrund dieser Hitze, die uns so zusetzte.Lange mit Inge telefoniert, der es in ihrer neuen Wohnung gefällt, außer dass es dort viel lauter ist als hier. 40° habe ich auf meinem Balkon, der so und so tabu ist im Moment. Erstens wegen der Hitze und zweitens weil ich nicht lange sitzen kann. Jetzt sitze ich draußen, schreibe den Blog und genieße das feine Lüftchen.
Hoffentlich fällt dem neuen Arzt was ein. Vielleicht ist es so wie mit meinem „Hämotom“. Das muss wohl auch ein Witz sein. Oder kann eine Blockade für immer bleiben? Ich hoffe doch nicht. Wie diese Reisen mit den Millionen Menschen ein Genuss sein sollen, wird sich mir niemals erschließen – dazu die Hitze, die sich nicht einplanen lässt.
Was Du von Krakau schreibst! Ich will gleich hin! Nur die Menschenmassen stören, aber die hast du auf dem Marienplatz auch jeden Tag!
Dein Medikament klingt gruselig. Dass du dich erst einmal nicht hinlegen darfst. Und die Rippenblockade. Was hilft da schnell? Gute Erholung von diesen Strapazen! Ich kann mir gut vorstellen dass allein die Gegenwart von Luis eine gute Ablenkung ist!