Küss die Hand gnä Frau……
Dieser heftige Schnupfen, nebst Kopfweh hat mich bewogen nicht zu arbeiten. Ich hätte nicht nur nicht arbeiten können, ich hätte auch alle angesteckt. Nachmittag zur Blutabnahme und gleich die neue, aber noch nicht durchgeführte Idee der Regierung in Anspruch genommen. Am ersten Tag eine AU zu bringen. Dienstag war ich dann wieder im Hospiz. Schlaf ist besser. Anscheinend war die Umstallung von der höheren Dosis auf eine sehr viel geringere, die Ursache der Schlafstörung. Meine Ärztin war zur Zeit der Umstellung in Urlaub. Mich haben die Tage im Hospiz sehr angestrengt, weil es immer wieder was gibt, was ich nicht kenne und somit nicht kann und weil mir streckenweise langweilig war. Koffer gepackt für Wien. Eva kam, lädiert, mit Rückenschmerzen, die noch mit einer Cortisonspritze versorgt wurden, zu mir. Stress mit Zug und S Bahn, was 40 Minuten Verspätung bedeutete. Am Abreisetag entschied ich mich für Bus und Tram zum Hauptbahnhof. Es klappte gut und Linda kam Minuten später auch mit der Tram. Zug kam pünktlich. Das Hotel ist keine 5 Minuten vom Hbf entfernt. Gleich am ersten Tag ein ordentliches Gehpensum absolviert, mit leckerem Essen am Naschmarkt. Früh ins Hotel zurück. Am nächsten Tag zur Hofburg, durch das Café Demmel gegangen, in dem sich die Touristen drängten. Ein Stück Kuchen über 7.00 €. Wir haben verzichtet, auch, weil noch satt vom Frühstück. Mit der Tram und U-Bahn zum Zentralfriedhof. Ein eigenartiger, etwas befremdlicher Ort, mit den breiten Straßen, den vielen schweren, oft schwarzen Marmorplatten auf den Gräbern. Die Aussegnungshalle im Jugendstil frisch renoviert. Gefiel mir sehr. Weiter durch den Friedhof. Linda fand die Atmosphäre bedrückend. Zu Abend in einem recht hübschen Lokal gegessen. Auf das legendäre Schnitzel haben wir verzichtet. Am letzten Tag zu Fuß zum Schloss Belvedere. Im Park die Büsche akkurat, barocken zugeschnitten. Zum Zug, der nur 15 Minuten Verspätung hatte und brechend voll war. Ohne Reservierung unmöglich.
Das schöne Wien und der Zentralfriedhof. Was für eine Abwechslung zu München, zur Arbeit! Die neue Bestimmung, dass man sich schon am 1.Tag krank schreiben lassen muss ist unverschämt. Manchmal ist man ja am ersten Tag so krank, dass man den Weg zum Arzt nicht schafft
Du bist ein Phänomen! Schon vor der Reise „so krank“, diesen Mittwoch ebenso, dann, wenn es einen Tag besser ist sagst du, du „fühlst dich nicht krank“. Anders als ich – die ich mich niederlege und KRANK BIN, vermutlich auch an Tagen, an denen du längst wieder arbeiten oder reisen würdest…. Wien, „mein“ Wien. Ich bin zurückgeworfen in unsere (wenigen) Wiener Jahre, in denen Michael dort diese süße kleine Wohnung in der Johann-Strauss-Gasse hatte. Das waren schöne Zeiten. Ich habe Wien kennengelernt und von Burgtheater zu Sissi, von Schönberg zu Freud, von Naschmarkt bis Zentralfriedhof durchlebt.