Bauchkrämpfe, Penzberg und Mammendorf

    Es fing in der Nacht auf Montag an: Bauchschmerzen, so schlimm, dass ich wimmernd im Bett lag. Es kommt nicht oft vor, aber diesmal war es besonders schmerzhaft. Alina fürchtete, dass da was Ernsthaftes im Spiel steht, zum Beispiel ein Herzinfarkt, denn sie hatte darüber gelesen. So stand auch gleich ein Notarzt in der Wohnung, der noch einen zweiten nachschickte. Wie sich meine Bauchgeräusche anhörten,war anscheinend beachtlich. Es war dann doch der Darm. Was folgte waren Krämpfe zwei Tage lang und Durchfälle, begleitet durch Kreislaufprobleme, die mich ans Bett fesselten. Das war meine Woche bis gestern, Samstag. Ich rappelte mich auf und fuhr nach Penzberg zum Grab der Eltern und zu Frau Schneider, um ihr das Geld für ein weiteres Jahr Grabpflege zu bringen.
    Heute holte ich Barbara ab. Sie war bei ihren Akrobatischen Putzaktionen im Haus abgerutscht, hätte sich sonst was brechen können- es war aber nur der Fuß. Ich wollte sie zu ihrem Pferd nach Mammendorf bringen, den. Ich wusste, sie will da so gern hin, darf aber nicht Autofahren. Alina wollte gerne mitfahren, sie ist voller Trauer. Gestern war die Beerdigung ihrer Stiefschwester Simone und heute Nacht starb ihr Onkel. Da ist ein Anderswo, ein Pferd, das mit Leckerlies gefüttert wird und eine Kneipe in der es eine warme Suppe gibt, Ablenkung gewesen.

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Eine Antwort

  1. Heike sagt:

    Die schreckliche Situation mit Ohnmachten usw haben wir besprochen. Wie soll das nur weitergehen? Erstaunlich, dass du dich am WE bereits wieder weit hinausgewagt hast! – Auch der Onkel ist jetzt gestorben – Alles – auf anderer Ebene – folgenreich für Alina. Zunächst aber zwei Verluste auf einmal. So wurde haben zwei Tode das Band, das die beiden Stiefschwestern verbunden hat, gleichzeitig gelöst.

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