21-01-15-CoTaBu-Steuerberater, Lesen und Abschiedsessen
Heute Steuerberater, mit dem ich seit 24 Jahren durchs Leben gehe – wie immer sehr nett und lustig. Er trug keine Maske (ob es ok sei?), das Fenster war zu und ich wagte nicht, Spielverderberin zu sein. Wie immer habe ich alles beisammen, nur muss ich Jakob wieder nachtarocken. Meldebescheinigung, Studienabschluss: es gibt nichts, was nicht immer nochmal anders angefordert wird – eine jahrelange Schikane. – Ich habe das erste Heftchen „meiner“ Patientin durchgelesen! In unkapriziösem, natürlichen Ton geschrieben, voller Leben, ungezwungen heiter, so schön! Dann hatte mir Marina, eine Kollegin, gestern eine Biografie von Eva Strittmatter mitgebracht, die sie zu Hause ausgemistet hatte. Sie selber interessiert sich nicht für Sprache, ist eher bildnerisch begabt, was man an ihren Tabletts für PatientInnen erkennt und an ihren Fotos und Alben. Sie hatte offenbar meinen Weihnachtsgruß 2020 „Vor einem Winter“ in Erinnerung. So aufmerksam! Ich freue mich riesig. Eine DDR-Schriftstellerin-Biografie anderer Art, ein bisschen reingelesen heute. – Gerade komme ich vom Abschiedsabendessen bei Michael: Leber mit Kartoffelstampf, Zwiebelringen und gebratenen Äpfelchen! Fabian hat wie die Made im Speck in schönster Seelenruhe bei ihm gelebt und sich regeneriert. Dank Michaels Geduld, Toleranz und ausgleichendem Wesen sind wir trotz regelmäßiger Verwerfungen immer wieder zusammen gekommen. Morgen bringen wir Fabian mit etlichen Koffern und Taschen (aus Michaels Beständen) zum Bahnhof. Es ist, als hätten wir etwas aneinander neu kennengelernt.
Jetzt schon die Steuer für 2020? Du bist früh dran. Es ist schon sehr wertvoll, dass Fabian bei Michael wohnen kann, wenn er in München ist. Dadurch hast du ihn nah, kannst aber immer wieder Abstand nehmen. Toll, was Michael für euch macht. Und dann immer dieses herrliche Essen. 😋
Steuer 2019 war das, ich mache es immer in diesem Rhythmus und sozusagen im letzten Moment.
Die Literatur kommt zu dir. Leber, mein absoluter Favorit, die Michael sicher wunderbar macht. Relativ lang war dein Sohn in deiner Nähe, mit Abstand und Beistand.
Ohja, mit Beistand, das hast du recht gut getroffen! Und Leber: unser erster Ausflug „privat“ zu einem Glasharfenkonzert, war es nicht so? Wir zwei siezenderweise bei Leber in einem Biergarten oder Lokal?
es ist so wunderbar, wie Michael an Deiner Seite lebt: immer drauf schaut, dass es Dir, dass es Euch gut geht und er tutso viel dafür, auf seine leise, unaufgeregte, umeitle Art. Ein Lebensmensch. Sogar im Umgang mit Fabian bewirkt das Versöhnung