21-05-08-CoTaBu-Jakobstag mit Spaziergang, Brot und Gesprächen

Auch heute ein Tag ganz im Zeichen von Bereithalten für Jakob. Morgens zu unserer Spaziergehzeit habe ich ihm eine Whatsapp geschickt.Tatsächlich hatte er Lust; so sind wir zu dritt an die zwei Stunden durch den taufrischen Park marschiert; heute waren alle Nymphenburger Rehe auf einmal unterwegs. Danach wiederum zu Basic, da das Roggenmehl nicht reichte. Während der Zubereitung des Frühstücks ging das Kneten des Teiges wieder vonstatten; darunter stelle ich mir was anderes vor. Das Zeug klebt hartnäckig an Händen, Tisch und Teigkarte. Ich sehe mich dieses Prozedere noch nicht übernehmen. Teigkleckse am Boden kleben wie Zement, überall stäubt das Mehl. Einmal ansetzen, anrühren, Ansatz herausnehmen, erstes Herummatschen mit dem Teig, das Ganze nach Stunden wieder; immer wieder gehen lassen; wenn er dann ziemlich groß geworden ist in zwei Hälften teilen, wieder klebt es, ich inzwischen nur noch mit geölten Gummihandschuhen. Abends endlich kam alles auf zweimal in den Ofen. 25 Minuten bei geschlossener gusseiserner Form 250 Grad, dann noch mal bei geöffneter Form 220 Grad 30 Minuten. Ein Brot gibt es morgen, eines wird Jakob zu Bine nach Berlin mitnehmen. Er will bei ihr unterkommen, ich bin gespannt, wie das laufen wird. Bine nistet sich zwar gern ein, ist aber alles andere als eine Gastgeberin – ihr ist es schon im Voraus zuviel. Jakob möchte nicht zu Bekannten oder Freunden, vielleicht wegen Corona. Gespräche wurden mittags anstrengend, die generationsspezifische Gedankenpolizei ist wachsam. Das konnten wir glätten. Jakob traf nachmittags  die Härings, ich vertiefte mich in die Zeitung. Abends dann die abschließende Backorgie, ein gemeinsames Abendessen mit intensiven Gesprächen. Jetzt bin ich allein.

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2 Antworten

  1. Ines sagt:

    Wahnsinn, was für eine Prozedur! Und dabei kann man doch so herrliche Brote hier einfach kaufen, ohne diese klebrigen Begleiterscheinungen.

  2. Renate sagt:

    Vom Brot backen nehme ich doch lieber Abstand. Wozu gibt es z.B. die Hofpfisterei.
    Alleinsein nach einem Tag intensiver Gesellschaft tut gut.

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