Westend, Besuch gemacht und Radlmassen
Den Vormittag genutzt um die ganze Wäsche endlich zu bügeln. Wieder stundenlang mit Eva telefoniert, die mich auf den neuesten Stand bzgl. Marta, Mutter und unserer Bekannten, die Vulvakrebs hat, gebracht hat. Mittag mit dem Rad in das Westend gefahren. Anna aus Berlin, die bei ihrem Neffen logiert, besucht. Anna, Sinologin, mit der Eva 1972 und wir mit einer Frauengruppe, 200? In China waren. Gemeinsames Mittagessen, Kaffee und Zwetschgendatschi. Anna, die aus Bachern einem Kuhdorf stammt, ist schon seit fast 50 Jahren in Berlin. Eine gstandne Frau, sehr politisch, frauenbewegt und unheimlich humorvoll. Wir haben uns blendend unterhalten. Machten einen Spaziergang zur alten Kongresshalle, durch einen Park und über die Theresienwiese. Zum Abschluss in das Cafe Westend. Das sogenannte Glasscherbenviertel hat sich zu einem in-Viertel gemausert. Auf dem Heimweg hatte ich das Gefühl das ganz München radelt. Ganze Kolonnen haben sich über die Donnersberger Brücke gewälzt.
Ein voller, frauen-, fahrrad- und freundschaftsbewegter Tag. Was aus dem Westend geworden ist – könnte man es mit Haidhausen vergleichen? Vor einigen Jahren noch schwer vorstellbar.
Ja, Westend ist in. Ich bin jahrelang da hindurch geradelt, als ich noch von Schwabing aus nach Großhadern gefahren bin. Im Sommer sind es in München unglaublich viele Fahrradfahrer.