Gloria Palast, Ikea, neues Sofa, spontaner Besuch und keine Fähigkeit für Smalltalk

Am Ostermontag haben wir einen Geschenkgutschein fürs Gloria Kino eingelöst. Das ist dieses wunderbare Kino, wo man die Füße hochlegen kann. Da waren Heike und ich mal vor vielen Jahren. Der Gutschein beinhaltete nicht nur die Kinokarte, sondern auch ein Getränk und feine Schmankerl auf Etageren. Das alles wurde noch getoppt von dem Film „Like a complete unknown“, ein wunderbarer Film über Bob Dylan. Wer seine Musik mag, sollte ihn unbedingt anschauen.

Am Dienstag beförderten wir mit Bertin unsere Wohnzimmercouch in einem geliehenen Bus zu Bertin, der das alte, aber noch taugliche Möbel gerne übernehmen wollte. Danach mit Hubert einen Trip mit dem geliehenen Bus zu Ikea. Dort genossen wir die veganen Kötbulla (Plantbulla) und kauften Lampen, Tagesdecke, Fußmatte und Schälchen. Nachdem wir den Bus zurück gebracht hatten, weiter ins Fitnessstudio gedüst mit anschließender Sauna.

Mittwoch war der letzte Tag unseres Osterurlaubs. Da Hubert und ich nahezu durchgehend die Zeit gemeinsam verbracht hatten und uns schon langsam auf den Wecker gingen, war am Vormittag mal etwas Me-Time angesagt, wobei ich nicht mehr weiß, wie ich diese Zeit verbracht habe. Nachmittags kamen spontan Maja, Bernd mit Mateo und dem Bruder von Bernd mit dessen Verlobter vorbei, eigentlich nur auf einen Kaffee. Das Treffen wurde aber ausgeweitet auf Aperitif und Knabbereien. Während wir so gemütlich auf der Terrasse saßen, klingelten die Möbelpacker, die unser neues Sofa brachten. Was die wohl gedacht haben, als sie 6 zum Teil junge Menschen mit einem Baby mitten unter der Woche am helligten Tag so faul in der Sonne sitzen sahen, während sie sich abrackern mussten? An das neue Sofa müssen wir uns noch gewöhnen. Ein bisschen wuchtig schaut es aus. Donnerstag und Freitag wieder arbeiten. Freitag abend kleines Konzert im Irish Vintage Pub in der Au. Ein junger Songwriter aus Amerika schüttete in jedem Stück sein Herz aus, war fast ein bisschen zu viel des Guten. Mit fiel wieder auf, wie wenig ich mit anderen Menschen Smalltalk halten kann. Während Hubert wie ein Fisch im Wasser mit allen möglichen Menschen angeregt plaudert, stehe ich wie ein Fisch daneben und weiß weder was ich reden soll noch kann ich der Unterhaltung folgen. Dabei fühle ich mich defizitär.

Samstag mal ohne Pläne und ohne Verabredungen. Einkaufen, Lesen, Kochen, Ausruhen. Meine Nase läuft ein bisschen und mein Kopf ist nicht so frei. Stimmung nur mäßig. Einmal raus zum HP8 in der dortigen Stadtbücherei stöbern. Viele Menschen verbringen dort ihre Zeit, arbeiten, hören Musik oder spielen. Eine eigene Welt.

Heute Sonntag scheint die Sonne kräftig und meine Schnupfen ist wieder weg. Der Fensterputzer putzt gerade unsere Fenster. Um 14 Uhr kommen Maja und Bernd. Wir kochen Fisch im Ofen. Ich freue mich schon wieder auf Mateo. Ich vermisse ihn zwischen den Begegnungen jedesmal. Abends geht der Tanzkurs wieder los.

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3 Antworten

  1. Heike sagt:

    Von diesem Bob Dylan-Film hatte Birgitta auch geschwärmt. Klingt, als sollte ich ihn auch noch ansehen, auch wenn Kino das letzte ist, was mir einfällt – und super, ja, vor langer Zeit und nie wieder im Gloria. Ich weiß nicht, wie erstrebenswert es ist, Smalltalk zu beherrschan. Wenn du wählen könntest, richtig „tiefe“ Gespräche führen oder plaudern zu können, wofür würdest du dich entscheiden? Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst. Es gibt eine elegante Leichtigkeit, Themen aufzugreifen – ein besonderes Talent, und das kann schön sein. Dabei nicht öde zu werden ist die Kunst. – Ich bin sehr gespannt auf eure Couch!! Schön, dass wir sie bald bewundern können.

  2. Beate sagt:

    Als ich mal spontan ins Kino gefahren bin, um den Film zu sehen (er läuft ja schon so lange…) waren alle Plätze ausverkauft. Einen neuen Versuch werde ich bestimmt machen! Ihr hattet ja (mal wieder) viele viele Unternehmungen- und ein neues Sofa ist eine Sensation! Stummer Fisch bin ich auch manchmal- Small talk ist in machen Konstellationen unmöglich, da muss die Stimmung passen

  3. Renate sagt:

    Den Film will ich unbedingt sehen. Small talk beherrsche ich auch nicht. Mich interessiert vieles auch nicht mehr. Das du Mateo vermisst, verstehe ich gut.

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