2 Urlaubstage, großer Ahornbogen, Jarons Wohnung, Chiemsee und Zeit für Erledigungen
Montag und Dienstag hatten wir Urlaub genommen. Ich hatte keine Lust, groß weg zu fahren, deshalb blieben wir am Schliersee, wo wir bereits am Wochenende waren. Montag sehr wenig gemacht, außer Einkaufen, Ausruhen und Kochen. Dienstag früh aufgestanden und in die Eng gefahren, zum großen Ahornbogen. Ich war früher schon mal dort, als die Ahornbäume leuchteten. Diesesmal waren die Bäume etwas enttäuschend, da die Blätter entweder vertrocknet oder noch grün waren. Dennoch hatten wir einen schönen Tag mit 2 Stunden Wanderung inklusive Einkehr auf der Hütte mit Erbsensuppe. Am selben Abend fuhren wir wieder nach München, da Hubert am Mittwoch wieder arbeiten musste. Ich hatte Mittwoch wie immer Yoga und bin dann auch, wie immer, mittags in die Holzstraße gefahren, um dort mit Sören und Jaron mittag zu essen. Während ich das Essen kochte, brachten die beiden Vorhangstangen im Wohnzimmer an. Jaron hat ja die Wohnung von Maja übernommen und verschönert sie derzeit nach seinem Geschmack, der mir gut gefällt. Donnerstag und Freitag wieder ins Kinderzentrum zum Arbeiten. Freitagnachmittag ins Fitnessstudio und am Abend häuslich. Am Samstag besuchten wir Pit und Karin in deren Haus am Chiemsee. Das Haus wird gerade grundsarniert und ist zum großen Teil Baustelle, dennoch sieht man, wie schön es ist und noch werden wird. In einer Regenpause machten wir einen Spaziergang am See, der direkt vor deren Haustür liegt. Nach dem Abendessen fuhren wir heim. Heute Bürokram, Kleiderschrank sortieren, Zeitung lesen und später Tanzkurs. Nach wie vor kommt es mir so vor, dass ich viel mehr Zeit habe seit Maja und Mateo in USA sind, was objektiv auch so ist. Da ich den Eindruck habe, es geht ihnen in ihrem neuen Zuhause sehr gut und weil die junge Familie an Weihnachten wieder für eine längere Zeit herkommt, bin ich weiterhin nicht traurig ob der Trennung. Ich komme dazu, die Erledigungen zu machen, die ich lange vor mir her geschoben habe, z. B. mein altes Fahrrad zum Reparieren zu bringen, einen Sparkassentermin zur Beratung und fällige Arzttermine auszumachen.
Das glaube ich sofort, dass unter – wenn auch vorübergehendem – Wegfall familiärer Pflichten und Freuden sich ein ganzes Paradies an Zeit auftut. Ich denke an andere Zusammenhänge und habe das immer extrem bewusst erlebt. – Dass es für euch als urspüngliche Kernfamilie weiterhin einen Grund gibt zusammen zu kommen, das trifft sich doch wirklich sehr gut!
Der Ahornboden leuchtet unwirklich schön, wenn die Blätter sich rot färben.solange mein Vater lebte, wollte er jedes Jahr da hin. Aber auch sonst kann man schön wandern dort. Was hattest du für eine entspannte Woche ! Ja, ein kleines Kind bindet viel zeitliche Zuwendung auch von den Großeltern – davon bist du grad auf die beste Art befreit.
Es ist so schlimm, dass alles vertrocknet ist und immer noch regnet es zu wenig. Deine Woche klingt ziemlich relaxed. Dass du jetzt mehr Zeit hast tut dir sicher gut. Jetzt ist dein Sohn nachgerückt, der weniger Zeit in Anspruch nimmt.